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„Wie eine Sklavin gehalten“: Anklage nach Tod von junger Frau in Köln erhoben

  • Eine junge Frau soll in einer Wohnung in Köln gequält, gedemütigt und geschlagen worden sein, ihren schweren Verletzungen erlag sie schließlich.
  • Fast ein Jahr nach dem schrecklichen Fall hat die Staatsanwaltschaft jetzt Anklage erhoben.
  • Ihr Opfer sollen die vier Verdächtigen „wie eine Sklavin gehalten“ haben.
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Nach dem Tod einer 21-jährigen Frau in Köln hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen vier Personen wegen des Verdachts der gemeinschaftlichen Körperverletzung mit Todesfolge erhoben. Das bestätigte die Ermittlungsbehörde gegenüber der „Kölnischen Rundschau“. Mehrere Tage sei die junge Frau im Frühjahr 2020 von vier Tätern in einer Wohngemeinschaft in Köln-Höhenberg „wie eine Sklavin gehalten worden“, berichtet die Zeitung. Die Frau sei später im Krankenhaus an multiplem Organversagen gestorben. „Die Frau erlitt am gesamten Körper zahlreiche intensive Verletzungen“, sagte Landgerichtssprecher Jan Orth der Zeitung. Unter den angeklagten Personen sei auch der Ex-Freund des Opfers.

Die Anklage der Staatsanwaltschaft listet laut „Kölnischer Rundschau“ schreckliche Details von Misshandlungen auf, die sich vom 23. bis 28. April 2020 zugetragen haben sollen. Das spätere Opfer soll mit einer Hundeleine geschlagen worden sein, mit Arbeitsstiefeln getreten, gewürgt und häufig mit Fäusten drangsaliert worden sein. Schläge habe die 21-Jährige in den Unterleib und an andere Stellen des gesamten Körpers bekommen.

Begonnen haben sollen die Peinigungen, als das Paar sich trennte, heißt es in der Anklage. Danach soll der frühere Freund die Frau brutal attackiert haben. Die Gewaltexzesse seien intensiver geworden, als ein weiteres Paar dauerhaft in der Wohnung lebte. Ein Arzt sei nicht gerufen worden.

RND/seb

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