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  • Wetter in Deutschland: Schnee, Kälte und Regen könnte bis in den Mai andauern

Regen, Schnee und Kälte könnten das Wetter bis in den Mai bestimmen

  • Mehrere Tiefs machen sich über Deutschland breit und sorgen für ein nasskaltes Wetter.
  • Vor allem in der Nacht drohen chaotische Straßenverhältnisse mit Schnee und Eisglätte auch in tieferen Lagen.
  • Wer auf sonniges Frühlingswetter hofft, muss sich womöglich noch Wochen gedulden.
Marcus J. Pfeiffer
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Deutschland liegt zwischen den Fronten: Kalte Luft im Norden und warme Luft im Süden sorgen für ein äußerst wechselhaftes Wetter zwischen Nordsee und Alpen. Ein Tief über Skandinavien zieht die Kaltluft wie ein Magnet an und sorgt für reichlich Schnee- und Graupelschauer im April. Das gab es schon länger nicht mehr, ist aber auch nichts Ungewöhnliches, wie Meteorologin Britta Siebert-Sperl vom Wetterdienst Wetterkontor dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) sagte.

Nasskaltes und stürmisches Frühlingswetter

„Das Kältereservoir über Nordeuropa ist in diesem Jahr besonders stark ausgeprägt“, so Siebert-Sperl. Die Unterschiede seien enorm: Liegen die Temperaturen im Norden Europas nur leicht unter dem Gefrierpunkt, klettert das Thermometer in Spanien schon auf über 20 Grad. Deutschland liegt genau in der Mitte dieser unterschiedlichen Wetterfronten. Das sorgt für ein nasskaltes und zum Teil auch stürmisches Frühlingswetter.

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„Mit der derzeitigen Nordwestwetterlage können sich größere Wolken entwickeln“, so Britta Siebert-Sperl. Diese würden sich im Laufe des Dienstages und in der Nacht vor allem an den Mittelgebirgen und Alpen stauen, wo es die meisten Niederschläge geben soll. Nahezu überall können sich Schnee-, Regen- und Graupelschauer entwickeln, die zum Teil recht kräftig ausfallen. Örtlich entladen sich auch kurze Gewitter, vor allem im Norden. Zwischendurch zeigt sich immer wieder mal die Sonne.

Schnee verursacht glatte Straßen

Daran wird sich bis zum Wochenende nicht viel ändern. Autofahrer müssen sich besonders am Mittwochmorgen noch auf chaotische Bedingungen im Straßenverkehr einstellen. In der Nacht zieht Regen auf, der vor allem zwischen Ostfriesland und dem Münsterland als Schnee fällt. Hier kann sich sogar eine dünne Schneedecke bilden, so Britta Siebert-Sperl. Überfrierende Nässe kann bundesweit zu glatten Straßen führen.

Bis zum Wochenende bleibt es recht kühl, frühestens am Samstag werden wieder zweistellige Temperaturen erreicht. Bis dahin gibt es in den Nächten leichten bis mäßigen Frost. Zum Freitag hin beruhigt sich das Wetter. Ein Hoch wird sich über Bayern aufbauen, so die Prognosen von Wetterkontor. Der Norden hingegen muss sich mit Wolken und Regen anfreunden. Nur Schnee- und Graupelschauer wird es dann wohl nicht mehr geben.

Sonnentage lassen auf sich warten

Im Laufe des Wochenendes zieht ein nächstes Tief auf. „Das Wochenende wird fast überall ins Wasser fallen“, so Britta Siebert-Sperl. Darin sieht die Meteorologin auch den Trend für dieses Frühjahr: „Das Wetter wird lange brauchen, um schön zu werden.“ Bis in den Mai hinein erwartet sie keine großen Temperatursprünge. Ein sonnenreiches und warmes Frühlingswetter werde noch lange auf sich warten lassen.

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