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  • Wetter im Dezember: Vorübergehender Wintereinbruch - Temperaturen unter Null, Eisglätte und Schnee

Schnee und Eisglätte: frostiger Start in den Dezember

  • Deutschland muss sich in der Nacht auf eisige Temperaturen einstellen.
  • Vielerorts schneit es, teilweise droht auch Eisglätte.
  • Zur Wochenmitte hin wird es aber wieder milder.
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Hannover. Der Winter wirft seine Schatten voraus. Der Start in die Woche wird kalt und ungemütlich, vielerorts fällt sogar Schnee. Bereits am Montagabend ist mit Schneeschauern in Rheinland-Pfalz, Hessen, Franken und Thüringen zu rechnen, wie Jürgen Schmidt vom Wetterdienst Wetterkontor dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) sagte. Später in der Nacht kommen weitere Regionen wie das Saarland und Schwaben hinzu.

Im Süden und im Mittelgebirge müssen sich die Menschen auf bis zu zehn Zentimeter Neuschnee einstellen. Im Hochschwarzwald könnten sogar bis zu 20 Zentimeter Schnee fallen. In mittleren und höheren Lagen oberhalb von 300 bis 400 Metern würde dieser auch liegen bleiben.

Wintereinbruch ist nur vorübergehend

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Am Niederrhein und im Nordwesten fällt die Wahrscheinlichkeit auf Schnee dagegen deutlich geringer aus, so Diplom-Meteorologe Schmidt. Das gelte auch für östliche Gebiete, wo allerdings gefrierende Nässe drohe. Bei frostigen Temperaturen mache Eisregen deutschlandweit das Autofahren am Dienstagmorgen zu einer gefährlichen Angelegenheit, es droht verbreitet Glatteis. Die Luft kühlt sich in der Nacht auf plus sechs Grad auf Helgoland und bis minus zehn Grad am bayerischen Alpenrand ab.

Laut Schmidt ist es aber nur ein vorübergehender Wintereinbruch, bereits am Dienstag wird es wieder wärmer: Minus ein bis plus acht Grad werden erreicht. Am Mittwoch und Donnerstag werden weiter mildere Temperaturen erwartet, bevor am Freitag neue Unwetterfronten vor allem in höheren Lagen drohen.

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Zum jetzigen Zeitpunkt erwartet Schmidt keinen eisigen Winter. Ob eine realistische Aussicht auf weiße Weihnachten besteht, lasse sich aber erst Mitte Dezember sagen.

Trend geht zu dauerhaft warmen Spätherbsten

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Der Herbst war deutschlandweit sehr trocken und hat vielerorts nicht einmal die Hälfte der Niederschlagsmengen der vergangenen Jahre erreicht, so Schmidt. Lege man die Vergleichsjahre 1980 bis 2010 zugrunde, bewegten sich die Temperaturen mit ein bis 2,5 Grad deutlich über den langjährigen Mittelwerten. Insgesamt gab es laut Schmidt in Deutschland überdurchschnittlich viel Sonne, einzelne Gebiete wie Sylt oder Vorpommern bildeten die Ausnahme.

Seit 2008 gab es in den Novembermonaten laut Schmidt immer überdurchschnittlich hohe Temperaturwerte, eine Ausnahme war das Jahr 2016. Ein Trend zu warmen Spätherbsten zeichnet sich hier deutlich ab, für die auch der Klimawandel mitverantwortlich sei, so der Meteorologe.

RND/ak


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