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Erstes sommerliches Wochenende: Das erwarten Gastwirte, Badbetreiber und Baumärkte

  • Es wird endlich wieder wärmer in Deutschland.
  • Doch so manche coronabedingten Einschränkungen gibt es noch.
  • Trotzdem: Ob in der Gastronomie, bei Badbetreibern oder in Baumärkten – die Freude auf den Sommer ist groß.
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Deutschland macht sich für das erste warme Wochenende bereit – Meteorologen erwarten nahezu überall Temperaturen über 20 Grad. Damit steht einem Ausflug ins Schwimmbad, dem Bummel im Baumarkt zum Heimwerken oder einem Besuch im Biergarten eigentlich nichts mehr entgegen. Doch wie sind Gastronomiebetrieb, Schwimmbäder und Baumärkte auf einen möglichen Ansturm vorbereitet? Ein Überblick.

Baumärkte: Warteschlangen werden nicht mehr so lang

Beim Baumarktriesen Hornbach sind derzeit 50 von 96 Märkten deutschlandweit normal geöffnet. „An diesem Wochenende kann man mit Wartezeiten vor den Baumärkten rechnen“, sagt Pressesprecher Florian Preuß auf Nachfrage des RND. Doch in diesem Jahr sei es zu viel weniger Warteschlangen als 2020 gekommen – und das bei gleich hoher Nachfrage. Das habe unter anderem mit dem veränderten Kaufverhalten zu tun: Auch wenn Märkte wieder offen seien, würde ein Teil der Kundinnen und Kunden Einkäufe weiterhin online machen oder per Click and Collect einkaufen.

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Die Schlangen vor den Baumärkten sollen nicht so lang werden, wie im vergangenen Jahr. © Quelle: imago images/Emmanuele Contini

Dass die Menschen aber auch in diesem Jahr unter dem Eindruck der Corona-Pandemie viel Zeit draußen oder im Garten verbringen wollen, kann der Baumarkt ebenfalls beobachten. „Wir hatten schon im März erstaunlich viele Poolkäufe“, sagt Preuß. Immer wenn es warm werde, suchten viele Menschen den Baumarkt auf. Einen Tipp hat der Pressesprecher aber, um allzu lange Warteschlangen zu vermeiden: „Es hilft, wenn sich jeder im Vorfeld des Kaufs überlegt, was er braucht und dann zielgerichtet einkauft.“ Auch empfehle er Kundinnen und Kunden, sich vor dem Einkauf tagesaktuell zu informieren, welche Form von Ladenöffnungen derzeit aufgrund der jeweiligen Verordnungen derzeit zugelassen sind.

Schwimmbäder: „Wenn man so super vorbereitet ist, will man auch öffnen“

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Bei den warmen Temperaturen einen Abstecher ins Freibad machen? Das ist nicht überall möglich – aufgrund der unterschiedlichen Corona-Bestimmungen in Ländern und Kommunen gibt es derzeit keine flächendeckende Regelungen bei Schwimmbädern. „Da herrscht ganz großes Chaos“, sagt Ann-Christin von Kieter von der Deutschen Gesellschaft für Badewesen dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). In manchen Bädern müssten die Besucher oder Besucherinnen Zeitslots zum Schwimmen mieten. Nur ein kleiner Teil der Bäder habe bereits geöffnet, denn vielerorts könnten die Betreiber nicht so spontan öffnen. An einigen Orten seien die Anlagen noch nicht vorbereitet, an anderen seien die Mitarbeiter noch in Kurzarbeit. „Der Großteil wird zum ersten Juniwochenende öffnen“, so die Pressesprecherin. In Niedersachsen beklagt der Präsident des niedersächsischen Städte und Gemeindebundes, dass unter den aktuellen Regeln der Freibadbetrieb „in keinster Weise wirtschaftlich“ sei.

So manche Bäder haben bereits wieder geöffnet. © Quelle: imago images/Emmanuele Contini

Die Badbetreiberinnen und Betreiber seien aber in guter Stimmung: „Die Freude überwiegt ganz klar. Im letzten Jahr wurden so viele Bäder umgerüstet und digitale Strukturen wie Kassensysteme aufgebaut. Wenn man so super vorbereitet ist, will man auch öffnen.“ Wie gut nun der Sommer für die Freibäder wird, hängt neben den Corona-Maßnahmen aber vorwiegend vom Wetter ab.

Gastronomie: Vorfreude, aber mit Einschränkungen

Auch in der Gastronomie ist die Freude groß, endlich wieder Gäste begrüßen zu können, wie Geschäftsführerin des Deutschen Gaststätten- und Hotelverbandes, Ingrid Hartges, dem RND berichtet. „Die guten Wetterprognosen für die nächsten Tage machen natürlich Hoffnung auf gute Umsätze.“ In mittlerweile allen Bundesländern ist die Außengastronomie wieder geöffnet. Nach und nach darf auch die Innengastronomie wieder öffnen.

Große Freude bei den Gastronomen und Gastronominnen – die gibt es manchmal sogar schriftlich, wie hier in Hessen. © Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa
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„Zugleich bedeuten die Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen der Länder für die Gastronomen einen erheblichen Mehraufwand“, sagt Hartges. Dazu gehörten Zugangskontrollen, Registrierungspflichten, das Einhalten von Abstandsgeboten und der Maskenpflicht. Vor allem stört sich der Verband an der Corona-Testpflicht, die in fast allen Bundesländern auch für die Außengastronomie vorgeschrieben sei. „Spontanbesuche sind nicht möglich. Nicht wenige Unternehmer mussten Gäste wieder abweisen.“ Sie plädiert angesichts der niedrigen Inzidenzwerte für eine Abschaffung. „Denn laut führenden Aerosolforschern tendiert das Ansteckungsrisiko unter freiem Himmel gegen Null.“

Trotz allem hat sie beobachtet: „Bei Gästen wie Gastgebern kehrt Lebensfreude zurück.“ Mit Rekordumsätzen wegen des Wetters rechnet sie aber nicht. „Von Normalumsätzen oder gar Rekordumsätzen sind wir aufgrund der geltenden Abstandsgebote und Kapazitätsbegrenzungen noch weit entfernt.“ Zudem rechne sich die Außengastronomie für viele Unternehmer nicht. Trotzdem, die Hoffnung auf eine gute Sommersaison bleibt. „Nach der langen Zeit des Verzichts ist die Sehnsucht nach Ausgehen und Reisen groß“, sagt Hartges.

RND/goe/ams

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