• Startseite
  • Panorama
  • Wetter am Wochenende: Kommt nach Schnee und Eis jetzt der Frühling?

Nach Dauerfrost und Schnee kommt jetzt das T-Shirt-Wetter

  • Bis zu 20 Grad sind am kommenden Wochenende laut Meteorologen in Deutschland möglich.
  • Nach tagelangem Dauerfrost und Schneefällen erwartet uns ein Hoch, das es in sich hat.
  • Der Schnee soll bis zum Wochenende geschmolzen sein.
|
Anzeige
Anzeige

Hannover. Nach tagelangem Dauerfrost und Schneefällen taut Deutschland rasant auf. Noch am Montagmorgen zeigte das Thermometer in weiten Teilen des Landes Minusgrade an. Mittlerweile überwiegen im Westen die Plusgrade, und nach einer wechselhaften Woche erwarten Meteorologen ein Wochenende mit bis zu 20 Grad – Frühlingswetter.

„Der Wind hat sich von Ost auf West gedreht, so kann die milde Luft vom Atlantik jetzt wieder das Kommando übernehmen“, sagt Jürgen Schmidt vom Wetterdienst Wetterkontor. Ein schleichender Prozess: Bis Freitag gibt es immer wieder Wolken, aber auch etwas Sonne und Regen – doch keinen Schnee mehr. Vorsicht: Im Südosten sowie in den Mittelgebirgen droht dadurch vor allem zur Mitte der Woche erneut Glatteis.

„Am Wochenende kommt ein Hoch, dann sind im Westen örtlich Temperaturen nahe 20 Grad möglich“, so Schmidt. Am mildesten werde es in den Regionen am Rhein. Am „kältesten“ wird es Diplom-Meteorologe Dominik Jung zufolge im Osten: am Samstag bis zu zwölf Grad, am Sonntag bis zu 15 Grad.

Anzeige

Nach dem Wintereinbruch in Deutschland: War es das mit dem Schnee?

Tagelang sorgten die Schneemassen im Land auf den Straßen für Chaos. Das nimmt bald ein Ende. „Der Schnee dürfte meist weg sein, besonders am Wochenende geht es den Resten an den Kragen“, sagt Jung. Der Schnee taue allein durch die Wärme weg. „Aber immerhin gibt es keinen Regen, der den Spülgang extrem beschleunigt oder Hochwasser bringt.“ Am Samstag und Sonntag seien nur dort, wo zuvor 30 bis 40 Zentimeter Schnee gelegen haben, noch Reste vorhanden.

Anzeige

Vom plötzlichen Wintereinbruch zum gefühlten Frühling: Wie funktioniert das?

Deutschland fällt von einem Extrem ins nächste. Noch letzte Woche herrschten in Teilen Thüringens eisige Temperaturen, in einigen Fällen unter minus 25 Grad. Jetzt wartet das T-Shirt-Wetter. Wie ist das möglich? „Wir sind bei uns stark von Windrichtungen abhängig“, erklärt Schmidt. „Ost- oder Nordwind bedeuten um diese Jahreszeit Kälte. Wind aus West oder Südwest lenkt milde bis sehr milde Luft herein.“

Anzeige

Noch ist der Februar im Schnitt vergleichsweise kalt. Das könnte sich angesichts der Prognose für das Wochenende ändern. „Die warmen Tage könnten eine volle Woche durchhalten und ein echtes Frühlingserwachen auslösen“, sagt Jung.

Kältewelle sorgte in Deutschland für Unfälle und Chaos im Verkehr

Kurz vor dem Ende der Kältewelle in Deutschland gab es vor allem in der Nordhälfte Deutschlands noch einmal zahlreiche wetterbedingte Verkehrsunfälle. In Niedersachsen kam es besonders im Landkreis Göttingen „in kürzester Zeit zu einer massiven Anzahl an Verkehrsunfällen“, wie ein Polizeisprecher am Dienstagmorgen mitteilte. An insgesamt zehn Unfällen seien 16 Autos beteiligt gewesen. Zwei Personen wurden leicht verletzt.

In Schleswig-Holstein wurde die Polizei in Lübeck und den Kreisen Ostholstein, Herzogtum Lauenburg und Stormarn am Montagabend und frühen Dienstagmorgen zu mehr als 40 wetterbedingten Einsätzen gerufen, wie eine Polizeisprecherin sagte. Im brandenburgischen Kreis Oberhavel wurde ein Polizist bei einem Autounfall auf der A 10 verletzt: Er hatte am Montagabend nach einem glättebedingten Lkw-Unfall Absperrungen entfernt und wurde dabei von dem Wagen erfasst.

Anzeige

In Kiel und Magdeburg mussten die Verkehrsgesellschaften den Verkehr zeitweise einstellen, nachdem Eisregen die Straßen spiegelglatt gemacht hatte. Und im niedersächsischen Landkreis Gifhorn fiel wegen extremer Glätte der Schulpräsenzunterricht am Dienstag aus.

Ist der Winter in Deutschland jetzt vorbei?

Ob der Wintereinbruch, der Deutschland in den vergangenen Tagen beschäftigt hat, der letzte im Frühjahr ist, lässt sich laut Meteorologe Jung noch nicht genau voraussagen: „Aber wir gehen nun Richtung 1. März. Da haben solche kalten Luftmassen immer weniger Chancen.“ Außerdem sei es schon jetzt lange hell, die Sonne werde immer stärker.

RND mit dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen