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Bis zu 30 Grad am Wochenende: Kommt jetzt endlich der Sommer?

  • Am Wochenende steigt die Temperatur schlagartig von bitterkalt auf Hochsommer.
  • Bis zu 30 Grad sind vor allem in der Mitte des Landes möglich.
  • Das sommerliche Gastspiel ist nur kurz – doch Meteorologen blicken trotzdem hoffnungsvoll auf die kommenden Monate.
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Ingelheim. Nach wochenlanger Kälte zeigt sich ein Licht am Ende des Tunnels. Ein sehr helles Licht, um genau zu sein: Bis zu 30 Grad werden am Wochenende in einigen Regionen des Landes erwartet. Damit springt die Temperatur schlagartig von bitterkalt auf Hochsommer.

Der Meteorologe Jürgen Schmidt vom Dienst Wetterkontor weiß: Der April war der kälteste seit mehr als 15 Jahren in Europa. Selbst bis in den Mai hinein begleiteten uns winterliche Temperaturen, sogar am heutigen Freitag fiel in Teilen des Landes vereinzelt Schnee.

Im Oberharz beispielsweise kam es am Freitag zu massiven Verkehrsbehinderungen. Am frühen Morgen waren die Straßen so rutschig, dass es auch zu kleineren Verkehrsunfällen kam, wie ein Polizeisprecher mitteilte.

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Doch jetzt kommt alles anders: Vor allem in der Mitte des Landes werden am Wochenende bis zu 30 Grad wartet, erklärt Schmidt dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Der Süden würde immerhin auf eine Temperatur von etwa 25 Grad kommen. Im Münsterland, Emsland und in Schleswig-Holstein seien auch vereinzelte Gewitter und Schauer möglich. „Etwas kühler wird es an der Nordsee, da hier das Meer noch sehr kalt ist“, weiß Schmidt. Die Wassertemperatur liege derzeit bei rund sieben Grad.

Kreislaufprobleme und Hautkrebsgefahr

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„Wir sprechen hier wirklich von Sommertemperaturen, betont der Meteorologe. Das sei auch mit einer gewissen Gefahr verbunden: „Vor allem der schlagartige Wetterumschwung kann zu Kreislaufproblemen führen.“ Wer damit Probleme habe, solle das Wochenende lieber langsam angehen.

Auch Dermatologen warnen: Ein Szenario aus dem Hochsommer trifft auf unsere Haut, die „für den Sommer noch nicht trainiert und gerüstet“ ist, erklärt der Hautarzt Reinhard Mrotzek der Deutschen Presse-Agentur. Es brauche mindestens zwei Wochen, bis sich die Haut mit Bildung der schützenden Bräunungspigmente und der Verdickung der Hornschicht auf diese Sommersonne eingestellt habe. Selbst dann müsse man noch vorsichtig sein, „denn gebräunte Haut entspricht lediglich einem Lichtschutzfaktor von circa vier″, so die Deutsche Krebshilfe.

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Der Samstag stellt immerhin eine Art Übergangstag dar, zum Eingewöhnen. Hier wechseln sich laut Wetterkontor zunächst Sonne und Wolken ab, in den Nachmittagsstunden steigen die Temperaturen vielerorts bereits auf über 20 Grad, bis es dann am Sonntag richtig heiß wird. Grund für den Umschwung ist laut Schmidt das Tief „Hubertus“, das subtropische Luft nach Deutschland bringt.

Wie wird unser Sommer?

Doch was bedeutet die anstehende Hitze für unseren anstehenden Sommer? Schmidt dämpft die Erwartungen: Zunächst einmal hat das warme Wetter nur ein kurzes Gastspiel. Bereits am Montag ziehen wieder dichte Wolken auf, die teils kräftige Schauer und Gewitter bringen, spätestens ab Mitte der Woche wird es wieder kühler. Christi Himmelfahrt, mancherorts auch Vatertag genannt, könnte buchstäblich ins Wasser fallen.

Die richtig kalten Tage des Frühlings seien laut Schmidt nun aber tatsächlich vorbei – und auch auf den restlichen Sommer habe die Wetterlage der vergangenen Wochen keine Auswirkungen. „Nur weil es im Frühling kalt war, heißt das nicht, dass auch der Sommer ungemütlich wird“, weiß der Meteorologe. Die kalte Luft sei jetzt weg, die Aussichten auf einen warmen Sommer stehen gut.

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Auch sprunghafte Wechsel wie an diesem Wochenende seien nicht so häufig zu erwarten: „Ich rechne eher mit längeren Hitzeperioden und längeren Kälteperioden, Temperatursprünge sind eher selten“, so Schmidt. Problematisch könne das wiederum für die Landwirtschaft werden, die erneut mit längeren Dürreperioden zu kämpfen haben dürfte.

Bevor die Hitze kommt, wird es aber ohnehin noch einmal ungemütlich. Am heutigen Freitag werden in manchen Regionen stürmische Böen durch das Land fegen, vereinzelt kann es auch zu Gewittern kommen. In Hessen beispielsweise sind Graupel und Böen mit bis zu 80 Kilometern pro Stunde möglich, bevor sich das Wetter gegen Nachmittag wieder etwas beruhigt. In anderen Teilen des Landes bleibt es bei wechselhaftem Schauerwetter.

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