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Werden Obdachlose vertrieben? Neue Sitzbänke in Berliner U-Bahnhöfen sorgen für Kritik

  • Die Berliner Verkehrsbetriebe stellen neue Sitzbänke mit Armlehnen auf, um so den Komfort für die Fahrgäste zu erhöhen.
  • Doch diese Pläne sorgen nicht überall für Beifall.
  • Kritiker vermuten, dass es sich um eine Strategie handelt, um Obdachlosen die Schlafplätze zu blockieren.
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Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) erneuern aktuell in einigen U-Bahnhöfen Sitzmöglichkeiten und bauen neue Bänke mit Armlehnen auf und stellen mehr Sicherheitspersonal ein. Nach Angaben des Unternehmens soll der Komfort für Reisende erhöht werden und der Drogenhandel in Zügen und an Bahnhöfen eingeschränkt werden. Kritiker vermuten allerdings, dass es sich um eine Strategie handelt, um Obdachlosen die Schlafplätze zu blockieren.

„Für wie dumm halten die uns eigentlich?“

Für diese Sanierungsmaßnahme hagelt es Kritik, wie der „Stern“ berichtet. Der sozialpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Mitte, Taylan Kurt twittert: „Weil wir dich nicht lieben: Überall in Berlin baut die BVG Sitzbänke so um, dass Obdachlose darauf nicht mehr schlafen können & vertrieben werden! Die BVG argumentiert, die Kund*innen wollen das, um getrennt zu sitzen. Für wie dumm halten die uns eigentlich? Das muss aufhören!“

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Im Fall der Armlehnen auf den Sitzbänken geht es laut BVG um die Bedürfnisse älterer Fahrgäste. Laut Sprecherin Petra Nelke seien die Armlehnen „eine gute Aufstehhilfe“.

RND/ros

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