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“Wer, wenn nicht wir”: Hamburger Kneipe Elbschlosskeller wird wegen Corona zur Suppenküche

  • Der Wirt des berühmten Elbschlosskellers auf dem Hamburger Kiez funktioniert seine Kneipe nun täglich in eine Suppenküche um.
  • Jeden Tag gibt es ab sofort um zwölf Uhr eine warme Mahlzeit für Bedürftige.
  • Auch die Nachbarschaft zeigt sich solidarisch mit der Traditionskneipe und spendet fleißig.
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Kleidung, Schlafsäcke, Brote und Suppe – all das bietet der Wirt der berühmten Kneipe Elbschlosskeller abseits des Hamburger Kiez nun an. Zuletzt schloss der Wirt Daniel Schmidt seinen bekannte Keller, wo Kiezgrößen, Polizisten und Wohnungslose seit 70 Jahren gemeinsam feiern. Die Sicherheitsmaßnahmen in Hamburg verlangten dies im Zuge der Corona-Krise. In die Schlagzeilen geriet die Kneipe, weil der Wirt der 24-Stunden-Kneipe noch nie abschließen musste und daher auch keinen Schlüssel besaß.

Solidarität in der Nachbarschaft

Gegenüber “Stern.de” sagte der Wirt über seine Idee, nun Bedürftigen zu helfen: “Fakt ist einfach, dass die Schwächsten unserer Gesellschaft nicht die Hilfe haben momentan, die sie bräuchten.” Laut “Stern.de” gebe es nun jeden Tag um zwölf Uhr eine warme Suppe für die Wartenden, welche vor der Kneipe mit Zwei-Meter-Abstand anstehen würden. Die Lebensmittel und die Kleidungsstücke seien durch eine große Spendenaktion auf Facebook gesammelt worden. Über die Hilfe aus der Nachbarschaft im Hamburger Stadtteil St. Pauli sagte der Wirt: “Es ist super toll, überwältigend, wie schnell das funktioniert hat.”

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“Ich werde am Start sein”

Der Wirt stellte im Interview mit “Stern.de” auch klar: “Ich werde am Start sein, solange ich gebraucht werde.” Sogar ein Koch des nahegelegenen, mittlerweile geschlossenen Restaurants Hidden Kitchen helfe jetzt beim Zubereiten der Speisen mit. Der Elbschlosskeller öffnete auch schon vor der Corona-Krise seine Türen für Wohnungslose und ließ Bedürftige in der Kneipe übernachten. Das Motto des Elbschlosskellers wurde vor die Tür gesprayt: “Wer, wenn nicht wir.”

RND/am



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