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Weltkriegsbombe am "Alex“ in Berlin entschärft - Fernsehturm gesperrt

  • Immer wieder stoßen Bauarbeiter auf Fliegerbomben aus dem vergangenen Weltkrieg, die im Boden liegen.
  • Weiträumige Absperrungen und manchmal gefährliche Entschärfungen folgen.
  • Am Dienstag traf es direkt zwei deutsche Großstädte.
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Berlin. Touristen standen unglücklich vor dem geschlossenen Berliner Fernsehturm, der Regierende Bürgermeister musste das Rathaus schließen und Familien hockten nachts in Notunterkünften statt in ihrer Wohnung. Die Entschärfung einer 250 Kilogramm schweren Weltkriegsbombe wirbelte am Dienstag den Feierabend vieler Menschen rund um den Alexanderplatz im Zentrum der Hauptstadt durcheinander.

Die 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe war am Vormittag bei Bauarbeiten nahe dem Alten Stadthaus hinter dem Roten Rathaus gefunden worden. In der Nacht zu Mittwoch gegen 00.15 Uhr war es dann soweit: Die Bombe ist entschärft, meldete die Polizei über Twitter. „Der Sperrkreis wird in Kürze aufgehoben. Wir werden gemeinsam mit allen Helfenden dafür sorgen, dass die Betroffenen schnellstmöglich in Ihre Wohnungen zurückkehren können.“

Entschärfung dauerte nur 30 Minuten

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Die Vorhersage der Berliner Polizei, dass alle Menschen schon vor Mitternacht in ihre Wohnungen zurückkönnen, ging nicht ganz auf. Die Räumung der großen Sperrzone hatte länger gedauert als geplant. Die Entschärfung selber ging dann in 30 Minuten über die Bühne.

Die Sperrzone umfasste Teile des Alexanderplatzes inklusive der Kuppel des Fernsehturms. 1900 Menschen, darunter 80 Kinder und 400 Rentner, mussten ihre Wohnungen in den großen Mietshäusern im Nikolaiviertel und am Rathaus räumen. Viele warteten in nahegelegenen Notunterkünften.

Auch das Rote Rathaus, Bürogebäude, Geschäfte und ein Hotel wurden geräumt und geschlossen. Von der Polizei hieß es, viele Behörden und öffentliche Gebäude im Sperrbereich hätten ihre Evakuierung bereits „selbstständig abgeschlossen“. Bürgermeister Michael Müller (SPD) sagte eine Veranstaltung im Rathaus ab.

S-Bahnen und Straßenbahnen hielten im Bahnhof Alexanderplatz nicht mehr. Busse wurden umgeleitet. Die U-Bahnen der Linie 2 fuhren im Bahnhof Klosterstraße durch.

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Auch in Köln wurde ein Bombe entschärft

Am Mittag war bereits in Köln eine Weltkriegsbombe unschädlich gemacht worden. Hier gab es ebenfalls größere Auswirkungen auf das öffentliche Leben. Die am Montag bei Bauarbeiten entdeckte Bombe lag am rechten Rheinufer in einer Gegend mit vielen Firmenzentralen - eine davon war das Sendezentrum von RTL. Der RTL-Nachrichtensender n-tv sendete als Folge der Evakuierung „open air“ vom Rheinufer.

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Auch der Bahnverkehr war beeinträchtigt. Am für den Fern- und Nahverkehr wichtigen Bahnhof Köln Messe/Deutz hielten seit 9.00 Uhr keine Züge mehr. Für die Dauer der Entschärfung wurde auch die nahe Hohenzollernbrücke - ein Nadelöhr im Bahnverkehr - gesperrt.

RND/dpa

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