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Weiterer Eklat in Sachsen: Geschäft wünscht „deutschen Familien“ frohe Weihnachten

  • Schon wieder sorgt in einer sächsischen Stadt ein fremdenfeindliches Schild für Aufsehen.
  • Der Inhaber eines Geschäfts hat an seinen Schaufensterpuppen gelbe Zettel aufgehängt.
  • Darauf ist zu lesen: „Allen deutschen Familien ein ruhiges und friedliches Weihnachtsfest“.
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Schneeberg. Erst vor wenigen Tagen hatte in Dresden ein Zettel an einem Bus für bundesweites Aufsehen gesorgt. Auf dem Blatt Papier war in altdeutscher Schrift geschrieben: „Diesen Bus steuert ein Deutscher Fahrer“. Das Busunternehmen reagierte prompt, der Fahrer wurde beurlaubt.

Nun sorgt ein ganz ähnlicher Fall für neue Aufregung. Etwa 100 Kilometer westlich, im sächsischen Schneeberg, hat ein Geschäft fremdenfeindliche Schilder an seinen Schaufensterpuppen aufgehängt. Auf einem ist zu lesen: „Allen deutschen Familien ein ruhiges und friedliches Weihnachtsfest“. Auf einem anderen Schild steht der Satz: „Wir wollen hier weg“.

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Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, soll bei einer der Schaufensterpuppen der rechte Arm nach oben gezeigt haben. Die Polizei will zumindest letzteres nicht bestätigen, wie der MDR berichtet. Der Fall werde geprüft - Hinweise auf eine Straftat gebe es zunächst aber nicht. Bei Ankunft der Polizei habe kein Puppenarm nach oben gezeigt.

Händler weigert sich, die Schilder zu entfernen

Ingo Seifert, Bürgermeister von Schneeberg, hat den Händler laut dem Bericht darum gebeten, die Schilder zu entfernen. Dieser habe sich jedoch geweigert. Er wolle seine persönliche Meinung kundtun und Seifert fehle die rechtliche Handhabe, dagegen vorzugehen. „Die Schneeberger ticken anders, und insofern darf man das nicht überbewerten“, so Seifert. „Wir lassen uns die Weihnachtsstimmung von einer Einzelmeinung in unserer Bergstadt nicht zerstören.“

Der „Bild“-Zeitung sagte der Inhaber des Geschäfts: „Ich kann doch allen deutschen Landsleuten schöne Weihnachten wünschen, weiß doch nicht, ob die anderen überhaupt Weihnachten feiern.“

RND/msc


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