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Weitere Razzien im Missbrauchsfall Münster – drei Verdächtige festgenommen

  • Im Fall des schweren sexuellen Missbrauchs mehrerer Kinder in Münster hat es am Dienstag weitere Razzien in Niedersachsen, Hessen und Schleswig-Holstein gegeben.
  • Drei weitere Verdächtige wurden festgenommen.
  • Insgesamt gibt es jetzt 21 Verdächtige.
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Düsseldorf. Im Missbrauchskomplex Münster sind am Dienstag 180 Beamte zu Durchsuchungen in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen und Schleswig-Holstein ausgerückt. Es seien drei weitere Verdächtige dem Haftrichter vorgeführt worden und drei weitere identifiziert worden, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Dienstag in einer Sondersitzung mehrerer Landtagsausschüsse zu dem Komplex.

Unter den Festgenommenen sind auch zwei 29 und 49 Jahre alte Männer aus Hannover. Der bei seinen Eltern im Großraum Frankfurt/Main festgenommene 29-Jährige soll engen Kontakt zu dem mutmaßlichen Haupttäter und dem zehn Jahre alten Opfer gehabt haben.

Er stehe im dringenden Tatverdacht, an schweren sexuellen Missbrauchshandlungen teilgenommen zu haben, hieß es. Dem 49-Jährigen wird vorgeworfen, mindestens in einem Fall den Zehnjährigen schwer sexuell missbraucht zu haben. Die Polizisten nahmen ihn in seiner Wohnung in Hannover fest.

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Spurensuche im Missbrauchsfall in Münster: Polizei nimmt Gartenlaube auseinander
1:20 min
Der Schrebergarten mit der Laube gehört der Mutter des 27-jährigen Hauptverdächtigen.  © Reuters

Ermittlungen werden zudem gegen einen 36-Jährigen aus Langenhagen bei Hannover geführt. Er soll sich nach bisherigem Ermittlungsstand im Juli 2019 mit dem Hauptbeschuldigten und dem zehnjährigen Missbrauchsopfer auf einem Campingplatz in Niedersachsen aufgehalten haben. Die Beamten sagten aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst nicht, um welchen Campingplatz es sich handelt. Es sei anzunehmen, dass er sich hier an Taten beteiligte oder zumindest von diesen wusste.

Jetzt 21 Verdächtige im Missbrauchsfall Münster

Insgesamt gebe es in dem Komplex nun 21 Verdächtige, von denen zehn in Haft seien. “Weitere Kinder wurden damit aus der tagtäglichen Hölle befreit”, sagte Reul.

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Die drei Ausschüsse für Inneres, Justiz und Familie tagten auf Antrag von SPD und Grünen trotz Sommerpause. Die Oppositionsparteien haben unter anderem Fragen zu früheren Ermittlungen gegen den Hauptverdächtigen, der Arbeit der Staatsanwaltschaft und des Jugendamts.

Der Fall des schweren sexuellen Missbrauchs mehrerer Kinder in Münster war Anfang Juni bekannt geworden. Der 27 Jahre alte Hauptverdächtige war wegen Besitzes von Kinderpornografie zweifach vorbestraft.

RND/dpa

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