Weißer Ring macht „Hass und Hetze“ zum Jahresthema 2021

  • Der Weiße Ring will die Verrohung der Gesellschaft zum Thema des Jahres machen.
  • Man betrachte zunehmende Hetze im Netz mit Sorge, heißt es von der Opferhilfsorganisation.
  • Hass im Digitalen würde sich „auch in der Wirklichkeit“ auswirken.
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Mainz. Die Opferhilfsorganisation Weißer Ring will „Hass und Hetze“ sowie die Verrohung der Gesellschaft zum Jahresthema 2021 machen. Ziel sei es, das öffentliche Bewusstsein zu schärfen, die Gründe für zunehmende Aggressionen auszuloten und Lösungen zu finden.

„Wir sehen nicht nur mit großer Sorge die verbale Verrohung in der Politik und sonstigen Auseinandersetzungen, sondern, dass sich das auch niederschlägt bei psychisch labilen Persönlichkeiten“, sagte der Bundesvorsitzende des Vereins zur Unterstützung von Gewaltopfern, Jörg Ziercke, der Deutschen Presse-Agentur in Mainz.

Lübcke-Mord als mahnendes Beispiel

„Wir wissen ja, dass sich Hass und Hetze im Digitalen auch in der Wirklichkeit auswirkt.“ Dem Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke sowie den Anschlägen von Halle und Hanau seien digitale Hass- und Hetze-Szenarien vorausgegangen. „Dem muss entschieden entgegengewirkt werden.“

RND/dpa

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