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Weinstein-Prozess: Aussagen mutmaßlicher Opfer laut Verteidigung widersprüchlich

Am Mittwoch wurden die Eröffnungsplädoyers im Fall Weinstein gehalten.

New York. Die Verteidigung des ehemaligen Hollywood-Moguls Harvey Weinstein hat bei dessen Vergewaltigungsprozess in New York den mutmaßlichen Opfern widersprüchliche Aussagen vorgeworfen. Es gebe Beweise von diesen Zeugen selbst, die zeigten, dass ihre Vorwürfe nicht wahr seien, sagte Weinstein-Anwalt Damon Cheronis am Mittwoch bei seinem Eröffnungsplädoyer in New York. "Er (Weinstein) war nicht dieser meisterhafte Manipulator."

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Zuvor hatte Staatsanwältin Meghan Hast Weinstein bei ihrem Eröffnungsplädoyer als Vergewaltiger bezeichnet und dessen mutmaßliche Übergriffe bei mehreren Frauen in drastischer Detailtiefe beschrieben. "Alles, was Frau Hast ihnen gerade erzählt hat, sind keine Beweise. Sie war nicht da", sagte Cheronis. Der Verteidiger zeigte eine Reihe von Botschaften von Zeugen der Anklage, die diese nach den mutmaßlichen Taten an Weinstein geschickt haben sollen.

Jury für Weinstein-Prozess steht

Im Prozess gegen den ehemaligen Filmmogul Harvey Weinstein wegen Sexualverbrechen ist die Jury komplett.

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Prozess soll etwa zwei Monate dauern

So schickte die Produktionsassistentin Mimi Haleyi nach Darstellung der Anwälte eine Mail an Weinstein, in der sie bedauern darüber äußerte, dass sie sich so lange nicht gesehen hätten. Die Nachricht ist demnach mit "Peace & Love" ("Frieden und Liebe") unterschrieben. Über die Schauspielerin Jessica Mann sagte Cheronis, sie habe zu Weinstein nach der mutmaßlichen Vergewaltigung "Ich liebe dich, das tue ich immer" geschrieben.

In dem Prozess gegen Weinstein geht es vor allem um zwei Frauen: Der heute 67-Jährige soll eine von ihnen im Jahr 2006 zum Oral-Sex gezwungen, die andere 2013 vergewaltigt haben. Bei einer Verurteilung droht ihm lebenslange Haft. Insgesamt hatten mehr als 80 Frauen Weinstein in den vergangenen Jahren sexuelle Übergriffe vorgeworfen und damit die weltweite MeToo-Bewegung ausgelöst. Viele der mutmaßlichen Taten fanden jedoch nicht in New York statt oder sind zu lange her, um verhandelt zu werden. Der Prozess soll etwa zwei Monate dauern. Weinstein hatte immer wieder gesagt, die sexuellen Kontakte seien einvernehmlich erfolgt.

RND/dpa

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