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  • Weihnachtsmärkte 2020: Wo abgesagt, wo nicht - Liste mit deutschen Großstädten

Wo Weihnachtsmärkte 2020 abgesagt sind

  • Absagen oder unter Auflagen stattfinden lassen? Die Corona-Pandemie macht vor Weihnachten nicht halt.
  • Auch die Weihnachtsmärkte in Deutschland müssen sich in diesem Jahr dem Infektionsschutz beugen.
  • Welche Märkte im Corona-Jahr 2020 geschlossen bleiben – eine Übersicht zu Deutschlands Großstädten.
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Die Adventszeit naht - für viele gehört das bunte Treiben auf Weihnachtsmärkten fest dazu. Zum Teil muss darauf in diesem Jahr verzichtet werden- für einige Märkte bedeutet Corona 2020 das Aus.  © dpa
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Mit Freunden und Familie Glühwein trinkend über den Weihnachtsmarkt bummeln? Das wird dieses Jahr nicht möglich sein – oder zumindest nicht wie gewohnt. In vielen Gemeinden liegen die Grenzwerte seit Wochen über dem kritischen Wert. Zahlreiche Städte haben ihre Weihnachts­märkte deshalb komplett oder teilweise abgesagt.

Wo fallen Weihnachtsmärkte wegen Corona aus, wo finden sie unter besonderen Schutz­vorkehrungen und in abgewandelter Form statt? Der aktuelle Stand in den deutschen Großstädten.

Weihnachts­märkte im Corona-Jahr: Wie ist die rechtliche Lage?

Die Entscheidung, ob Weihnachts­märkte stattfinden dürfen oder nicht, liegt bei den jeweiligen Kommunen. Als Grundlage für die Entscheidungen dienen die jeweiligen Corona-Schutz­verordnungen der Bundesländer. Was diese zu Weihnachts­märkten und anderen Groß­veranstaltungen sagen, fassen wir hier zusammen. Ein generelles Verbot von Weihnachts­märkten gibt es in Deutschland nicht.

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In vielen Städten und Gemeinden wird noch beraten, wie sich Weihnachts­märkte während der Corona-Pandemie sicher auf die Beine stellen lassen. Teilweise sind sie in abgewandelter Form und unter besonderen Abstands- und Hygiene­auflagen bis auf Weiteres zugelassen.

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Corona und Weihnachts­märkte 2020: Absagen aus Düsseldorf, Ludwigshafen und Co.

  • 26.11.2020: Schwerin – Wegen der Verlängerung des Corona-Teil-Lockdowns ist der Schweriner Weihnachtsmarkt abgesagt worden. „Wir wollten den Schwerinern ihren Weihnachtsmarkt ermöglichen. Anders als sonst, aber doch. Dies ist nun leider realistisch nicht mehr umsetzbar“, sagten die beiden Geschäftsführer des Schweriner Weihnachtsmarktes in einer veröffentlichten Mitteilung. Etwa beleuchtete Weihnachtsbäume sollen laut Stadt nun für Weihnachtsflair sorgen.
  • 20.11.2020: Dresden – Lange hat die Stadt um eine Entscheidung gerungen. Doch nun ist klar: Die 586. Ausgabe des Dresdner Striezelmarktes ist abgesagt. Das berichten die „Dresdner Neuesten Nachrichten“ (DNN). „Da keine Lockerungen der Corona-Verordnungen absehbar sind – ganz im Gegenteil – und frühestens kommende Woche mit einem neuen Fahrplan zu rechnen ist, haben wir keine realistische Option mehr, den Striezelmarkt durchzuführen“, erklärte der Oberbürgermeister Dirk Hilbert.
  • 17.11.2020: Düsseldorf – Der im Düsseldorfer Fußballstadion geplante „Drive-in-Weihnachtsmarkt“ ist endgültig abgesagt. „Wir haben uns entschieden, den Lichtermarkt nicht zu realisieren und die Planung einzustellen“, sagte eine Sprecherin der städtischen Event-Tochter D.Live der „NRZ“. Offizieller Grund: Mehrere Personen des Produktionsteams waren laut D.Live positiv auf Corona getestet worden – und man fand kurzfristig keinen Ersatz. Hinter den Kulissen soll es aber auch Krach mit der Stadt gegeben haben.
  • 17.11.2020: Ludwigshafen – Wegen der Corona-Pandemie hat die Ludwigshafener Kongress- und Marketing-Gesellschaft (Lukem) den Weihnachtsmarkt „Winterzauber“ abgesagt. „Leider lässt uns das Infektionsgeschehen keine andere Wahl, die Entscheidung hierzu fällt uns außerordentlich schwer“, teilte Geschäftsführer Christoph Keimes am Dienstag mit. Der Budenzauber sollte ursprünglich am 6. November starten und war wegen der Corona-Verordnung in Rheinland-Pfalz zunächst auf Dezember verschoben worden. Die derzeitige Entwicklung lasse keine Lockerungen erwarten, teilte die Lukem mit.
  • 10.11.2020: Berlin – Der beliebte Weihnachtsmarkt in der Kulturbrauerei im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg fällt in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie aus. Das teilten die Veranstalter am Dienstag mit. Die Unklarheit über mögliche Erlaubnisse oder Verbote der Politik sei der Grund für die Absage, hieß es.
  • 10.11.2020: Zwickau – In Zwickau wird es wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr doch keinen Weihnachtsmarkt geben. Darauf hätten sich die Beteiligten mit der Stadt verständigt, teilte der Veranstalter Kultour Z. am Dienstag mit.
  • 6.11.2020: Göttingen – Auch der traditionelle Weihnachtsmarkt in Göttingen fällt in diesem Jahr aus. Die unklare Entwicklung des Infektionsgeschehens lasse eine zuverlässige Planung für die Marktbeschicker in den verbleibenden Wochen nicht zu, sagte Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) am Freitag. Denkbar sei allenfalls „eine Art Weihnachtsmarkt light“ mit einzelnen Ständen an verschiedenen Standorten in der Altstadt. Solange die Infektionslage es hergebe, könnte diese Alternative ein wenig vorweihnachtliche Stimmung in die Straßen der Altstadt bringen, sagte Köhler.
  • 5.11.2020: Hannover – Budenzauber, Glühweinduft und Lichterglanz – einen Weihnachtsmarkt im traditionellen Sinne wird es in Hannover in diesem Jahr nicht geben. Die Stadt hat ihre Pläne auf Eis gelegt, wie die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ (HAZ) berichtet. „Derzeit müssen wir aufgrund der aktuellen Corona-Verordnung des Landes, die Weihnachtsmärkte ausdrücklich verbietet, die Vorbereitung für einen Weihnachtsmarkt in Hannover einstellen“, sagte Wirtschafts- und Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette (Grüne).
  • 3.11.2020: Stralsund – Die Stadt Stralsund hat ihren Weihnachtsmarkt abgesagt. Aufgrund der aktuellen Landesverordnung zur Eindämmung des Coronavirus sei die Durchführung des diesjährigen Weihnachtsmarktes nicht möglich, teilte die Stadtverwaltung am Dienstag mit. „Unsere Stadt ohne Weihnachtsmarkt, das ist wirklich bitter“, erklärte Oberbürgermeister Alexander Badrow (CDU). „Aber die Rechtslage ist eindeutig, und es gibt ja auch Gründe dafür.“ Geplant seien aber eine festliche Beleuchtung in der Innenstadt und ein großer Weihnachtsbaum auf dem Alten Markt.
  • 3.11.2020: Leipzig – Die Stadt Leipzig hat laut „Leipziger Volkszeitung“ (LVZ) entschieden, dass es in diesem Jahr keinen Weihnachtsmarkt in der Messestadt geben wird. Die sächsische Corona-Schutz-Verordnung lasse dies nicht zu. „Wir hatten bis zuletzt die Hoffnung, wenigstens einen Weihnachtsmarkt in kleinem Rahmen in der Innenstadt zu haben“, sagt Oberbürgermeister Burkhard Jung. Die Innenstadt soll trotzdem weihnachtlich geschmückt werden.
  • 31.10.2020: München – Der Münchner Christkindlmarkt wird in diesem Jahr nicht stattfinden. „Kontaktbeschränkung muss jetzt oberste Priorität haben“, sagte Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD).
  • 30.10.2020: Dortmund – Auch der Dortmunder Weihnachtsmarkt wird in diesem Jahr nicht stattfinden. Es gebe laut Angaben der Stadt keine Alternative. Zwar sei bereits ein Hygienekonzept sowie eine App für die Platzvergabe an Glühweinständen erarbeitet worden, aufgrund der stark ansteigenden Infektionszahlen haben sich Stadt und Schausteller nun aber gegen die Veranstaltung entschieden.
  • 30.10.2020: Mainz – Nach einer ganzen Reihe anderer rheinland-pfälzischer Städte hat jetzt auch Mainz seinen Weihnachtsmarkt wegen der Corona-Pandemie abgesagt. „Angesichts der hohen Inzidenzzahl in der Landeshauptstadt können wir eine Eröffnung des Weihnachtsmarktes nicht ruhigen Gewissens verantworten“, teilte Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) am Freitag in Mainz mit.
  • 30.10.2020: Berlin – Das Lichterspektakel „Christmas Garden“ im Botanischen Garten in Berlin-Lichterfelde fällt in diesem Jahr aus. Auch das Schwesterevent „Weihnachten im Tierpark“ findet in diesem Jahr nicht statt, wie es in einer Mitteilung der Deutschen Entertainment AG am Donnerstag hieß.
  • 29.10.2020: Stuttgart – Auch in Stuttgart fällt der Weihnachtsmarkt aus. „Die Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen, aber die aktuelle Infektionslage lässt das Beisammensein auf engem Raum nicht zu“, teilte Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) am Donnerstag mit. Alternativ sollen in der Stuttgarter Innenstadt verteilt einzelne Verkaufsstände „in beschränkter Zahl“ zugelassen werden, wie ein Sprecher der Stadt mitteilte. Imbiss- und Getränkestände seien dabei nicht erlaubt, lediglich Buden mit weihnachtlichen Angeboten oder Süßwarenhändler, die Waren zum Mitnehmen anbieten.
  • 29.10.2020: Koblenz – Der übliche Budenzauber in Koblenz fällt dieses Jahr aus. Der Koblenzer Oberbürgermeister David Langner (SPD) erklärte zur Absage des Weihnachtsmarkts in seiner Stadt: „Der Schutz und die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger haben jetzt höchste Priorität. Das dynamische Infektionsgeschehen der letzten Tage lässt an der Entscheidung und den Vorgaben von Bund und Ländern keinen Zweifel.“
  • 28.10.2020: Bremen – Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) hat das Aus für den traditionellen Bremer Weihnachtsmarkt verkündet.
  • 28.10.2020: Gießen – Lange habe man gehofft, ihn unter Auflagen doch noch zu ermöglichen. Doch nun hat auch die Stadt Gießen ihren Weihnachtsmarkt abgesagt. Bei allen Überlegungen stehe der Gesundheitsschutz an erster Stelle, erklärte der Bürgermeister.
  • 27.10.2020: Osnabrück – Die „Neue Osnabrücker Zeitung“ meldet, dass auch in Osnabrück kein Weihnachtsmarkt stattfindet.
  • 26.10.2020: Nürnberg – Der weltberühmte Christkindlmarkt in Nürnberg fällt ebenfalls wegen Corona aus. Das teilte die Stadt Nürnberg wegen der steigenden Corona-Fallzahlen am Montag mit. Auch Augsburg hat die Weihnachtsmärkte abgesagt.
  • 26.10.2020: Münster – Nach monatelangen Debatten um Hygiene­konzepte sagt die Stadt Münster nun doch alle Weihnachtsmärkte ab. Das beschloss die Stadtverwaltung am Montag in einer gemeinsamen Sitzung mit den Veranstaltern.
  • 26.10.2020: Lübeck – Wegen steigender Corona-Zahlen hat die Hansestadt Lübeck den kompletten Weihnachtsmarkt abgesagt, wie die Stadt am Montag mitteilte.
  • 25.10.2020: Erfurt – Wegen der kritischen Corona-Situation hat die Stadt Erfurt ihren diesjährigen Weihnachtsmarkt abgesagt. Die Entscheidung fiel am Sonntag nach einer Krisensitzung, wie die Stadt mitteilte.
  • 25.10.2020: Frankfurt am Main – In einer Sondersitzung des Verwaltungsstabs am Samstag (24. Oktober) wurde beschlossen, den Weihnachtsmarkt in Frankfurt am Main endgültig abzusagen.
  • 22.10.2020: Berlin – Der Weihnachtsmarkt auf dem Gendarmenmarkt wurde abgesagt. Grund dafür sind gesundheitliche und wirtschaftliche Risiken angesichts steigender Neuinfektionszahlen. Im vergangenen Jahr haben rund 900.000 Menschen den traditionellen Weihnachtsmarkt am Berliner Gendarmenmarkt besucht.
  • 21.10.2020: München – Der Münchner Christkindlmarkt findet unter Vorbehalt statt. An den Ständen gilt eine Maskenpflicht, Alkohol darf nur nach vorheriger Registrierung konsumiert werden.
  • 1.9.2020: Köln – Als eine der ersten Städte hat Köln den Weihnachtsmarkt am Kölner Dom vollständig abgesagt. Mit rund fünf Millionen Besuchern sei der Markt auf dem Roncalliplatz ein Publikumsmagnet, so die Begründung der Veranstalter.

Abgesagte Weihnachtsmärkte 2020: Deutsche Großstädte im Überblick

In folgenden Großstädten (mindestens 100.000 Einwohner) wurden Weihnachtsmärkte in den jeweiligen Innenstädten wegen der Corona-Pandemie offiziell abgesagt. In einigen Städten sollen Buden und Weihnachts­marktstände punktuell erlaubt sein, hier wird noch geprüft, ob Märkte dezentral und unter besonderen Schutzvorkehrungen stattfinden können.

In Halle (Saale) soll es nach derzeitigem Planungsstand einen Mini­weihnachts­markt ohne Alkoholausschank geben. Ähnliches ist in Würzburg und anderen Städten geplant. So will auch die Stadt Magdeburg den traditionellen Weihnachtsmarkt in der Innenstadt durch ein Alternativangebot ersetzen. Essen verkleinert den Weihnachtsmarkt in der Innenstadt auf 24 Buden.

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Ob es bei den Alternativangeboten bleibt oder ob der verlängerte Teil-Lockdown im Dezember Besucher und Veranstalter zwingt, komplett auf weihnachtlichen Budenzauber zu verzichten, dürfte sich vielerorts am heutigen Mittwoch (25. November) entscheiden.

(Zuletzt aktualisiert am 26. November.)

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RND/pf/hsc

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