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„2G-plus-Regel würde uns das Genick brechen“: Schausteller über Zukunft der Weihnachtsmärkte

  • Glühwein, Bratwurst, gebrannte Mandeln: In den meisten deutschen Bundesländern sind die Weihnachtsmärkte geöffnet.
  • Während der steigenden Infektionszahlen gilt auf den meisten Märkten die 2G-Regel.
  • Eine Verschärfung der Maßnahmen bis hin zur 2G-plus-Regel würde das Aus für die Weihnachtsmärkte bedeuten, befürchtet ein Schausteller, der in Rostock und Hannover Stände betreibt, gegenüber dem RND.
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Hannover, Rostock. Die Corona-Pandemie ist eine schwierige Zeit für alle – aktuell trifft es finanziell auch die Schausteller hart. Auf Weihnachtsmärkten machen sie einen großen Teil ihrer Umsätze. In Bayern und Sachsen fallen diese 2021 allerdings aus. Willi Vorlop ist mit seinem Unternehmen bislang nicht von einer Absage betroffen. Der Leiter des Buden- und Achterbahnbetreibers Vorlop GmbH & Co. Freizeitanlagen KG ist vornehmlich in Norddeutschland unterwegs. „Aktuell haben wir acht Stände auf dem Weihnachtsmarkt in Rostock und drei in Hannover“, erzählt der Firmenchef dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) am Donnerstag. Zudem sei eine seiner Achterbahnen auf dem Winterdom in Hamburg aufgebaut.

Auf den Weihnachtsmärkten in Hannover und Rostock gilt die 2G-Regel. Zusätzlich herrscht eine generelle Maskenpflicht. Wer auf dem Gelände etwas verzehren möchte, muss seinen Impf- oder Genesenenstatus am Eingang vorzeigen und bekommt dann ein Bändchen. Der Kontrollaufwand hält sich für Vorlops Angestellten also in Grenzen. „Wer kein Bändchen hat, bekommt nichts“, stellt er klar.

Schausteller und Unternehmer Willi Vorlop hält die 2G-plus-Regel für den Todesstoß für seine Zunft. © Quelle: picture alliance / Eventpress
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Auf den Weihnachtsmärkten ist es friedlich

Der Unternehmer gibt gegenüber dem RND zu, vor dem Start der Märkte etwas Angst gehabt zu haben, dass seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Anfeindungen oder Hass begegnen. Das sei zum Glück nicht eingetreten: An die geltenden Regeln würden sich die Besucherinnen und Besucher größtenteils halten. „Ich habe noch von keinem Vorfall gehört, wo Leute herumgepöbelt haben. Es sind viele Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Polizei und des Ordnungsamtes unterwegs und kontrollieren die Einhaltung der Regeln. Die Menschen sind einfach dankbar, dass die Weihnachtsmärkte stattfinden“, beschreibt Vorlop das Marktgeschehen in Rostock und Hannover gegenüber dem RND.

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Vorlop lehnt 2G-plus-Regel für Weihnachtsmärkte strikt ab

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Das könnte sich ändern, so Vorlops Befürchtung, wenn auf den Märkten die 2G-plus-Regel eingeführt werden sollte. Schlimmer noch: „Das würde uns das Genick brechen. Ich glaube nicht, dass dann noch viele kommen. Wir hoffen natürlich, dass die 2G-Regel so lange wir nur möglich bestehen bleibt.“ In Rostock gilt die 2G-plus-Regelung ab Donnerstag für den Innenbereich. Das habe starke Auswirkungen: „Wir sind davon zum Glück nicht betroffen, die Restaurants und Bäcker sind aber leer.“

Insgesamt sei deutlich spürbar, dass der Andrang wesentlich geringer ist als noch 2019, wo die Weihnachtsmärkte zum letzten Mal regulär abliefen. „Das macht sich auch in den Umsatzzahlen bemerkbar“, bedauert der Unternehmer.

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Vorlop: „Wir sind über jede Woche dankbar“

Aktuell sei Vorlop wie alle seine Kolleginnen und Kollegen dankbar, dass die Weihnachtsmärkte überhaupt stattfinden. „Schließlich wollen wir nicht in Vergessenheit geraten. Wir wollen der Bevölkerung zeigen, dass wir noch da sind.“ Dennoch schwebe die Angst vor einer baldigen Absage immer über allem. „Wenn jetzt alles wieder abgesagt werden würde, könnten wir unsere Kosten keinesfalls decken. Dann fahren wir mit einem dicken Minus nach Hause“, weiß Vorlop um die brisante Situation und betont: „Wir sind über jede Woche dankbar.“

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