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Wegen Fehllieferung in den Siebzigern: Bayerische Nonnen haben massenhaft Klopapier

  • Der bayerische Ort Bad Wörishofen ist von der Klopapierknappheit nicht betroffen.
  • Auf dem Dachboden des Klosters lagert eine vierstellige Anzahl an Rollen – wegen einer Fehllieferung in den Siebzigerjahren.
  • Verkauft wird dieses jedoch nicht – die Dominikanerinnen spenden das Toilettenpapier stattdessen an die Tafel.
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Bad Wörishofen. Na, auch auf der Suche nach Klopapier? In Bad Wörishofen im Unterallgäu gibt es dafür einen echten “Hotspot”: Dominikanerinnen haben in ihrem Kloster einen riesigen Vorrat, wie die Katholische Nachrichtenagentur (KNA) berichtet. Dafür gebe es gleich zwei Gründe.

Zum einen hätten die Ordensfrauen vor 15 Jahren ihr Kurheim aufgegeben, erklärt Priorin Franziska Brenner. Davon seien noch bis heute jede Menge Rollen Toilettenpapier übrig geblieben. Kurioser ist aber Grund Nummer zwei: In den Siebzigerjahren habe mal ein Lieferant bei einer Bestellung eine Null zu viel notiert. Daher stünden bis heute auf dem Klosterspeicher unterm Dach zwei Paletten mit einer vierstelligen Anzahl an Rollen herum.

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Toilettenpapier wird an die Tafel gespendet

Wer sich jedoch schon auf einen Abverkauf vor Ort gefreut hatte, der wird enttäuscht: Die Dominikanerinnen haben einen anderen Weg gefunden, das dringend benötigte Toilettenpapier unters Volk zu bringen: Sie spenden es an die Tafel.

“Ich habe in der Zeitung gelesen, dass die Tafeln wegen der Corona-Krise Versorgungsengpässe bekämen”, erklärt die Nonne Brenner. Ihr sei dann eingefallen: “Mensch Meier, die Bedürftigen müssen es ja wegen all der ausverkauften Regale jetzt besonders schwer haben, gerade an billiges Klopapier zu kommen. Deshalb habe ich einfach mal eine Ladung Klopapier zur Tafel gebracht.”

Erst habe sie sich geniert, da das Papier zwar originalverpackt, aber eben alt und grau und nur zweilagig sei. Doch bei der Tafel habe man sich sehr über die Lieferung gefreut.

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RND/msc

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