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Wegen Erdnuss­allergie: Schülerin aus Hannover darf Schule wechseln

  • Luise leidet an einer hoch­gradigen Erdnuss­allergie, die lebens­bedrohlich werden kann.
  • Deswegen will sie an eine erdnussfreie Schule wechseln.
  • Die Landesschul­behörde lehnt ihr Anliegen ab, das Verwaltungs­gericht Hannover gestattet ihr schließlich den Wechsel.
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Weil die sechsjährige Luise aus Hannover an einer Erdnuss­allergie leidet, will sie an eine als „erdnussfrei“ zertifizierte Schule wechseln. Die Landes­schul­behörde lehnt einen entsprechenden Antrag ihrer Eltern ab: Sie soll weiter auf die Grund­schule in ihrem Einzugs­bereich gehen. Nun urteilte das Verwaltungs­gericht Hannover anders. Luise, deren Erdnuss­allergie lebens­bedrohlich werden kann, darf auf die Schule gehen, die außerhalb ihres Schulbezirks liegt. Das berichtet die „Hannoversche Allgemeine“ (HAZ).

Mit dieser Entscheidung folgen die Richter der Einschätzung ihrer Eltern, dass der Besuch der regulären Grund­schule „eine unzumut­bare Härte“ darstelle, so die HAZ. Luise darf bereits seit August auf ihre Wunsch­schule gehen. Das legte das Verwaltungs­gericht damals per einstweilige Verfügung fest.

Risiko einer allergischen Reaktion sei an neuer Schule verringert

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Luises Eltern kämpfen schon seit Monaten dafür, dass ihre hochgradig allergische Tochter auf die neue Schule gehen kann. Denn bereits der Kontakt zu kleinsten Mengen von Erdnuss könne bei ihr zu lebens­bedrohlichen allergischen Reaktionen führen.

Das Risiko einer solchen Reaktion sei in der neuen Schule verringert: Denn diese ist vom Nuss-Anaphylaxie-Netzwerk e. V. als erdnussfrei anerkannt, so die HAZ. Lehrkräfte seien hier speziell für allergische Notfälle geschult. Deswegen sei der Wechsel in diesem „konkreten Einzelfall“ berechtigt, so das Verwaltungs­gericht.

Die Landes­schul­behörde sieht das anders

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Die Landesschul­behörde hatte den Sachverhalt zuvor anders ausgelegt. Diese bestand darauf, dass Luise auf ihre Pflicht­schule geht. Einer der Gründe: Die „erdnussfrei“-Auszeichnung der Wunsch­schule sei nicht offiziell vom Kultus­ministerium überreicht worden. Außerdem sei eine Allergie keine Recht­fertigung. Viele Kinder litten darunter und alle nieder­säch­sischen Lehrkräfte seien für medizinische Notfälle geschult.

RND/lka

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