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Wegen Diskriminierung: Nürnberg plant Badetag für Inter- und Transsexuelle

  • Nürnberg möchte gegen die Diskriminierung von inter- und transsexuellen Menschen vorgehen.
  • Geplant ist ein regelmäßiger Badetag, der es ihnen ermöglichen soll, Anlagen im offenen Betrieb diskriminierungsfrei zu nutzen.
  • Die Stadt ist nun auf der Suche nach einem Verein, der die Organisation übernimmt.
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Nürnberg. Queere Menschen werden in der Öffentlichkeit immer wieder diskriminiert. Besonders im Schwimmbad stehen inter- und transsexuelle Menschen vor Problemen. Allein die strikte Aufteilung zwischen Männer- und Frauenumkleide mache es ihnen unmöglich, „diese Anlagen im offenen Betrieb diskriminierungsfrei zu nutzen. Ob während oder nach ihrer Transition“, sagt der queere Nürnberger Stadtrat Uwe Scherzer (Die Grünen), wie das Portal „nordbayern.de“ berichtet.

Seine Fraktion möchte nun etwas gegen die Diskriminierung tun – und in Nürnberg einen Badetag für Inter- und Transsexuelle einführen. „Ein erster Schritt in Richtung Entdiskriminierung ist geschafft“, schreibt die Stadtfraktion der Grünen demnach in einer Mitteilung, nachdem der Werkausschuss Nürnberg Bad einem entsprechenden Antrag zugestimmt habe. „Diese vulnerabelste Menschengruppe in der queeren Community bekommt nun einen geschützten Raum, in dem sie sich ungestört und diskriminierungsfrei bewegen kann“, wird Scherzer zitiert.

Erste Pläne für die Durchführung gibt es bereits. So soll ein solcher Badetag in einem Nürnberger Schwimmbad (Katzwangbad) getestet werden. Am letzten Sonntag im Monat können Inter- und Transsexuelle von 8 bis 10.30 Uhr mit Menschen ihrer Community schwimmen gehen. Vorläufig soll das einmal im Quartal getestet werden.

Bürgermeister: „Will die Akzeptanz aller Menschen gleichermaßen fördern“

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Voraussetzung sei allerdings, dass sich ein Verein findet, der die Organisation des Badetages übernimmt. Denn die Stadt möchte einen solchen Tag nicht „von oben abordnen“. „Für uns ist wichtig, dass ein solcher Tag nicht von der Stadt durchgeführt wird“, sagt Bürgermeister Christian Vogel (SPD) gegenüber „nordbayern.de“. „Ich will die Akzeptanz aller Menschen gleichermaßen fördern, egal, welcher Religion, welches Geschlechts oder welcher sexuellen Orientierung.“

Die naheliegenden Städte Fürth und Erlangen haben dem Portal zufolge ebenfalls ihr Interesse an einem Badetag für Inter- und Transsexuelle bekundet. Auch dort sollen bereits Anträge gestellt worden sein.

RND/nis

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