Wegen Coronavirus: Prozess um Gruppenvergewaltigung unterbrochen

  • Weil ein am Prozess Beteiligter sich in häuslicher Corona-Quarantäne befinde, wird der Prozess um die Gruppenvergewaltigung einer 18-Jährigen vor einer Disco in Freiburg unterbrochen.
  • Zwei Prozesstage in der kommenden Woche fallen daher aus.
  • Angeklagt sind elf Männer wegen Vergewaltigung oder unterlassener Hilfeleistung.
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Freiburg. Der Prozess um die Gruppenvergewaltigung einer 18-Jährigen vor einer Disco in Freiburg wird wegen des Coronavirus unterbrochen. Einer der am Prozess Beteiligten befinde sich in häuslicher Quarantäne, teilte das Landgericht Freiburg am Mittwoch mit. Zwei Prozesstage in der kommenden Woche fallen daher aus, ein weiterer Tag in dieser Woche werde nur als Kurztermin behandelt. Regulär fortgesetzt werde der Prozess voraussichtlich am 26. März. Dann sollen Sachverständige gehört werden. Der Prozess hat Ende Juni vergangenen Jahres begonnen. Er ist mehrfach verlängert worden und soll nun bis Frühsommer dauern. Termine für Plädoyers und Urteile gibt es laut dem Gericht noch nicht.

Angeklagt sind elf Männer zwischen 18 und 30 Jahren wegen Vergewaltigung oder unterlassener Hilfeleistung. Die meisten von ihnen sind Flüchtlinge. Ihnen wird vorgeworfen, Mitte Oktober 2018 die 18-Jährige nachts in Freiburg nach einem Discobesuch in einem Gebüsch vergewaltigt oder ihr nicht geholfen zu haben. Sie bestreiten dies oder schweigen zu den Vorwürfen. Bislang gab es 33 Prozesstage.

RND/dpa

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