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Wegen Corona-Gefahr: herzkranker Häftling bekommt Gefängnisauszeit

  • Ein Häftling in der JVA Euskirchen darf seine Strafe unterbrechen.
  • Grund ist die akute Bedrohung durch Sars-CoV-2.
  • Der Mann ist herzkrank und Hochrisikopatient.
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Bonn. Ein herzkranker Häftling der Justizvollzugsanstalt Euskirchen darf wegen akuter Corona-Bedrohung im Gefängnis seine Strafe unterbrechen. Wie die Staatsanwaltschaft Aachen am Dienstag bestätigte, wurde dem Hochrisikopatienten ein zweimonatiger Hafturlaub gewährt. Der Freigänger hatte nach Ausbrüchen des Sars-CoV-2-Virus in der Haftanstalt aus Angst vor Ansteckung, aber auch weil er möglicherweise wegen Quarantäne eine anstehende Herzoperation nicht wahrnehmen kann, auf die Auszeit geklagt.

Anwalt beantragt Verlängerung der Auszeit

Der Antrag für den zu über drei Jahren Haft verurteilten Betrüger war im Dezember 2020 von der Staatsanwaltschaft Aachen zunächst abgewiesen worden. Nach einer Beschwerde und dem Hinweis des Bonner Landgerichts, den Fall auch wegen der Bedrohung durch Corona-Ausbrüche in der JVA ernst zu nehmen, wurde der Hafturlaub gewährt. Der Anwalt des Mannes beantragte mittlerweile eine Verlängerung der Auszeit bis Ende August: damit sein Mandant als vollständig Geimpfter seine Haftstrafe beenden kann.

RND/dpa

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