Wegen Amazonas-Bränden: H&M stoppt Ledereinfuhr aus Brasilien

  • Die Brände im brasilianischen Teil des Amazonas-Regenwaldes werden auch mit der Viehzucht in Verbindung gebracht.
  • Deswegen hat der Modekonzern H&M beschlossen, kein Leder mehr aus Brasilien einzukaufen.
  • Das Verbot gelte solange, bis gesichert sei, dass das Leder nicht zu Umweltschäden im Amazonasgebiet beitrage.
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Stockholm. Der schwedische Textilhändler H&M will vorerst kein Leder mehr aus Brasilien kaufen. "Aufgrund der schweren Brände im brasilianischen Teil des Amazonas-Regenwaldes und der Verbindungen zur Viehzucht haben wir beschlossen, Leder aus Brasilien vorübergehend zu verbieten", hieß es in einer Mitteilung des Konzerns am Freitag. Das Verbot gelte solange, bis glaubwürdige Sicherungssysteme vorhanden seien, die garantierten, dass das Leder nicht zu Umweltschäden im Amazonasgebiet beitrage.

Die Entscheidung gelte für die gesamte H&M Gruppe, zu denen unter anderem auch die Marken "& other Stories", "Weekday" und "H&M Home" gehören. Ein Unternehmenssprecher wies aber darauf hin, dass der überwiegende Teil des Leders aus Europa stamme und nur ein sehr kleiner Teil aus Brasilien.

Im Video: Feuer im Amazonas-Gebiet

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Feuer im Amazonas-Gebiet: Brasilien lehnt G7-Hilfen ab
1:41 min
Die brasilianische Regierung weist die von den G7-Staaten zugesagten Millionenhilfen im Kampf gegen die Waldbrände in der Amazonas-Region zurückn.  © AFP

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RND/dpa/hsc