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FBI durchsucht Häuser von russischem Oligarchen Oleg Deripaska

  • Am Dienstag sind in Washington und New York zwei Häuser aus dem Umfeld des russischen Oligarchen Oleg Deripaska durch das FBI durchsucht worden.
  • Details über die genauen Hintergründe der Ermittlungen nannte die US-Bundespolizei zunächst nicht.
  • Ein Deripaska-Sprecher sagte, es gehe dabei um US-Sanktio­nen.
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Washington. Die US-Bundespolizei FBI hat am Dienstag zwei Häuser aus dem Umfeld des russischen Oligarchen Oleg Deripaska durchsucht. Details über die genauen Hintergründe der Ermittlungen nannte das FBI zunächst nicht. Es erklärte lediglich, die Hausdurchsuchungen in Washington und New York seien Teil einer laufenden Untersuchung. Ein Deripaska-Sprecher sagte, es gehe dabei um US-Sanktionen.

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2018 waren Sanktionen gegen Deripaska, einen enger Vertrauten des russischen Präsidenten Wladimir Putin, verhängt worden, die es ihm untersagten, in den USA Geschäfte zu machen oder dort Immobilien zu besitzen. Der Deripaska-Sprecher betonte aber, die Häuser gehörten nicht Deripaska selbst, sondern Verwandten.

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Erfolglose Klage gegen 2018 verhängte Sanktionen

In Washington wurde ein großes Anwesen durchsucht, das mehrere Millionen Dollar wert ist. Den ganzen Tag über gingen FBI-Agenten ein und aus. Auch ein Auto wurde abgeschleppt. In New York wurde ein Stadthaus aus dem 19. Jahrhundert im Greenwich Village durchsucht. Agenten kamen mit Schachteln voller Beweismittel wieder heraus.

Deripaska brachte es in der Aluminiumbranche zum Milliardär. Das Finanzministerium verhängte 2018 Sanktionen gegen ihn wegen Verdachts der Geldwäsche, mutmaßlicher Bedrohung von Geschäftsrivalen, illegaler Abhöraktionen und Erpressung. Auch bei den Ermittlungen zur mutmaßlichen Beeinflussung der US-Präsidentschaftswahl 2016 durch Russland wurde Deripaskas Name mehrfach genannt.

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Deripaska klagte erfolglos gegen die Sanktionen. 2019 wurden Strafmaßnahmen gegen drei Unternehmen aufgehoben, zu denen Deripaska Verbindungen hat. Damals hieß es zur Begründung, der Oligarch habe über Beteiligungen keine direkte oder indirekte Kontrolle mehr über die drei Firmen.

RND/AP

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