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Waldbrandgefahr steigt weiter: Bereits etliche Feuer, Entspannung nicht in Sicht

  • In den kommenden Tagen klettern die Temperaturen auf deutlich über 30 Grad – und vor allem bleibt es trocken.
  • Damit steigt die Waldbrandgefahr weiter, in verschiedenen Regionen dürfte die höchste Gefahrenstufe ausgerufen werden.
  • In Brandenburg lodern bereits etliche Feuer.
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Hannover. Hoch Detlef bringt wieder heißes Sommerwetter nach Deutschland: Meteorologen erwarten in den nächsten Tagen deutlich über 30 Grad – und vor allem wenig bis keinen Regen. Die Waldbrandgefahr nimmt dadurch deutschlandweit weiter zu, wie Metereologin Janina Lersch vom Wetterdienst “WetterKontor” dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) sagte.

Ab Donnerstag gilt vielerorts bereits die vierte von fünf Gefahrenstufen. In Südhessen, Berlin und Brandenburg steigt die Waldbrandgefahr sogar auf Stufe fünf. Ebenso in Ostniedersachsen und der Lüneburger Heide. Im restlichen niedersächsischen Wald gilt die Stufe vier. Doch selbst in Bayern und Baden-Württemberg, wo es noch Anfang der Woche starke Regenfälle gab, drohen Waldbrände.

Mehrere Brände im Süden Brandenburgs

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In Brandenburg haben Waldbrände am Mittwoch durch die Trockenheit bereits wieder zugenommen. Schwerpunkt der Wald- und Feldbrände sei der Süden gewesen, sagte der Waldbrandschutzbeauftragte des Landes, Raimund Engel. Da habe die Feuerwehr eine ganze Reihe von Bränden löschen müssen. Bei Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz) etwa brannte eine Böschung an einer Bahnanlage, im Landkreis Elbe-Elster brannten bei Wiederau etwa 50 Strohballen auf einem Feld. In Herzberg zog ein Feuer im Ort eine ganze Baumreihe in Mitleidenschaft. Bei Cottbus brannte es an zwei Stellen auf jeweils 200 Quadratmetern Fläche.

Ein größeres Feuer loderte auch in Welsickendorf (Teltow-Fläming) auf einem Getreidefeld. Die Feuerwehrleute hätten den Brand auf einer Fläche von etwa einem Hektar unter Kontrolle, sagte Engel.

Bei Feuer umgehend Notruf wählen

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“Das Verbot, im Wald zwischen dem 1. März und dem 31. Oktober zu rauchen oder Feuer zu entzünden, ist strikt einzuhalten. Die Gefahr, die selbst von kleinsten Funken ausgeht, wird vielfach unterschätzt,” mahnt Klaus Jänich, Vizepräsident der Niedersächsischen Landesforsten.

Typische Gefahrenquellen seien unter anderem weggeworfene Zigarettenkippen sowie achtlos entsorgte Grillkohle, schlecht gesicherte oder unzureichend gelöschte Lagerfeuer, heiße Katalysatoren geparkter Autos und das Verbrennen von Pflanzenresten in Gärten oder auf Feldern. Spaziergänger und Waldbesucher bittet Jänich wachsam zu sein und bei Bränden oder Verdachtsfällen umgehend den Notruf 112 zu wählen. “Waldwege und Zufahrten müssen freigehalten und dürfen nicht zugeparkt werden, um Einsatzkräften die ungehinderte Zufahrt zu ermöglichen,” sagte Jänich.

40 Grad im Raum Trier

In der Rhein- und Mosel-Gegend klettert das Thermometer in den nächsten Tagen am höchsten. “Im Raum Trier kratzen die Temperaturen am Samstag an den 40 Grad”, so Meteorologin Lersch. “Angenehmer und kühler wird es an den Küsten.” Im Mittelgebirge könne es in den nächsten Tagen zwar vereinzelt schauern, doch wirkliche Entspannung gebe es frühestens Mitte nächster Woche. Bis dahin sieht es laut Lersch “nicht nach großem Regen” aus.

RND/am mit dpa und epd


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