Hunderttausende Menschen fliehen vor Waldbränden in Oregon

  • Nicht nur der US-Bundesstaat Kalifornien leidet unter den verheerenden Waldbränden.
  • In Oregon mussten etwa eine halbe Million Menschen ihre Häuser verlassen, um sich vor den Flammen in Sicherheit zu bringen.
  • Die seit Wochen lodernden Feuer werden durch Winde immer wieder angefacht.
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Ein im Norden Kaliforniens wütender Waldbrand hat mindestens zehn Menschen das Leben gekostet. Am Donnerstag seien sieben weitere Leichen gefunden worden, teilte das Sheriffbüro in Butte County mit. Weitere 16 Personen würden noch vermisst und mindestens vier seien mit schweren Verbrennungen ins Krankenhaus gebracht worden.

Auch in Oregon wüteten Waldbrände und geschätzt 500.000 Menschen – mehr als ein Zehntel der 4,2 Millionen Einwohner – mussten ihre Häuser verlassen, wie die Notfallbehörde des Bundesstaats mitteilte.

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Waldbrand in Kalifornien: Feuerwehrmann berichtet aus nächster Nähe
0:41 min
Steve Russo hat beeindruckende Bilder von einem Einsatz östlich von San Diego veröffentlicht.
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Unter den Vermissten beim sogenannten Nordkomplex-Feuer in Kalifornien war ein Großelternpaar, das seinem Sohn erklärt hatte, es versuche, sich vor den Flammen in einen Teich zu retten. Rettungstrupps arbeiten sich in verwüstete Abschnitte voran und könnten weitere Leichen finden.

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Winde fachen die Feuer immer wieder an

Das seit Wochen lodernde Feuer etwa 200 Kilometer nordöstlich von San Francisco war bereits zur Hälfte unter Kontrolle, als auffrischender Wind es in rasantem Tempo um sich greifen ließ. Etwa 2000 Gebäude wurden zerstört. Präsident Donald Trump sprach Gouverneur Gavin Newsom sein Beileid aus und erklärte, die US-Bundesregierung sei zur Hilfe bereit, wie das Weiße Haus mitteilte.

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Ein ausgebranntes Auto steht während des Almeda Fire in Phoenix im US-Bundesstaat Oregon in einem Wohngebiet. © Quelle: John Locher/AP/dpa

Das Nordkomplex-Feuer ist einer von 29 Waldbränden in Kalifornien. Insgesamt waren dort etwa 14.000 Feuerwehrleute im Einsatz. Rund 20.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen oder sich auf eine Evakuierung vorbereiten.

Insgesamt sind in diesem Jahr in Kalifornien bereits mehr als 12.500 Quadratkilometer Wald und Buschland verbrannt, obwohl die Waldbrandsaison gerade erst begonnen hat. Meteorologen sagten etwas besseres Wetter voraus. Der Wind werde nachlassen, die Temperaturen werden etwas sinken, prophezeiten sie. Zuvor war es heiß und böig gewesen.

Erschöpfte Feuerwehrmänner erholen sich von ihren gefährlichen Einsätzen. © Quelle: Jason Pierce/Sacramento Bee via

Vier Todesfälle in Oregon vermeldet

Im nördlich an Kalifornien angrenzenden Oregon verkohlten die Brände innerhalb von drei Tagen mehr als 364.000 Hektar – fast doppelt so viel wie die Gesamtfläche, die typischerweise in einem ganzen Jahr in dem Bundesstaat Bränden zum Opfer fällt. Mindestens vier Tote wurden in Oregon vermeldet.

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Per Flugzeug: Die Einsatzkräfte versuchen, die Brände mit feuerhemmenden Stoffen zu stoppen. © Quelle: K.C. Alfred/San Diego Union-Trib

Eines der Feuer näherte sich Molalla, einer Ortschaft mit etwa 9000 Einwohnern. Ein Polizeiauto rollte durch die Straßen und aus dem Lautsprecher tönte die Anordnung, sofort die Häuser zu verlassen.

RND/AP

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