Waldbrand nordwestlich von Berlin: Anwohner sollen Fenster schließen

  • Nordwestlich von Berlin, im brandenburgischen Landkreis Oberhavel, brennt es am Freitag in einem Waldgebiet.
  • Anwohnerinnen und Anwohner werden wegen der Rauchentwicklung gebeten, Fenster und Türen zu schließen.
  • In weiten Teilen Deutschland ist die Waldbrandgefahr hoch.
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Potsdam. Nordwestlich von Berlin ist am Freitag ein Waldbrand ausgebrochen. Betroffen sind die Gebiete Marwitz, Eichstädt, Velten und Bötzow im brandenburgischen Landkreis Oberhavel. Der Rauch ziehe durch Wohngebiete. Die Notfall-Informationsapp NINA und das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe warnten: „Schließen Sie Fenster und Türen und schalten Sie Lüftungen und Klimaanlagen ab.“

Durch die anhaltende Trockenheit ist die Waldbrandgefahr in ganz Deutschland hoch. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) herrscht vor allem in Nordostdeutschland die höchste Gefahrenstufe. In Brandenburg herrscht in allen Landkreisen Stufe fünf mit einer sehr hohen Gefahr, wie auch das Umweltministerium auf seiner Internetseite mitteilte. Auch weite Teile Thüringens und Mecklenburg-Vorpommerns liegen im höchsten Warnbereich, hinzu kommen einzelne Gebiete in Niedersachsen, Sachsen, Baden-Württemberg und Hessen. Lediglich in Ostfriesland an der Küste gibt es die niedrige Warnstufe 1.

Hohe Waldbrandgefahr: Nicht rauchen, grillen und kein Lagerfeuer machen

Behörden forderten Menschen auf, in den betroffenen Gebieten nicht zu rauchen, zu grillen oder ein Lagerfeuer zu machen. Besonders auf Einweggrills sollte verzichtet werden – diese würden oft als Müll zurückgelassen und könnten brandbeschleunigend oder -entzündend wirken. Deutschland sei, so der DWD gegenüber „Focus Online“, derzeit die heißeste Region in ganz Europa.

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Am Donnerstag brannte es mindestens vier Mal in Brandenburgs Wäldern. Bei Grüneberg (Oberhavel) brach ein Feuer auf mindestens drei Hektar aus. Die Bahnstrecke musste zeitweise gesperrt werden. 77 Einsatzkräfte waren zeitweilig mit Löscharbeiten beschäftigt, wie es von der Regionalleitstelle hieß. Daneben brannten rund 2000 Quadratmeter in Wulkow (Ostprignitz-Ruppin), bei Friedland (Oder-Spree) brach ein Feuer auf 800 Quadratmetern aus, und bei Halbe (Dahme-Spreewald) brannten rund 200 Quadratmeter Wald. Seit Jahresbeginn registrierte das Umweltministerium bereits mehr als 90 Brände.

Gewitter schon am Wochenende, Entspannung aber erst nächste Woche

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Der Waldbrandschutzbeauftragte Brandenburgs, Raimund Engel, vermutete, dass es am Freitagnachmittag aufgrund der Hitze zu weiteren Bränden kommen wird. Mit Abhilfe durch örtliche Gewitter teils mit Unwettergefahr und Starkregen wird laut dem Deutschen-Wetterdienst (DWD) am Samstag gerechnet. Nach dem DWD-Gefahrenindex bleibt es für die kommenden Tage aber landesweit bei einer hohen bis sehr hohen Waldbrandgefahr. Erst zu Beginn der kommenden Woche wird Entspannung durch kühlere Temperaturen gerechnet.

RND/msk/dpa

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