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  • Waldbrand in Kalifornien: verhaltener Optimismus im Kampf gegen das Feuer am Lake Tahoe

Kampf gegen Waldbrand: verhaltener Optimismus am Lake Tahoe

  • Die Wetterbedingungen helfen den Löschkräften bei ihrem aufwendigen Einsatz nahe dem Lake Tahoe in Kalifornien.
  • Eine vom Waldbrand bedrohte Ortschaft kann vorerst aufatmen.
  • Die Flammen verharren wenige Kilometer vor South Lake Tahoe.
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South Lake Tahoe. Im Kampf gegen den großen Waldbrand nahe dem Lake Tahoe in Kalifornien spielt das Wetter den Einsatzkräften in die Hände. Das sogenannte Caldor-Feuer wuchs so langsam an wie nie in den vergangenen zwei Wochen, das Brandgeschehen beruhigte sich aus Sicht der Feuerwehr auch wegen guter Wetterbedingungen. Bis Freitag (Ortszeit) war das Feuer zu 29 Prozent eingedämmt. Die Feuerwehrleute müssten aber engagiert bleiben und die guten Wetterbedingungen nutzen, so lange sie andauerten, sagten Verantwortliche des Einsatzes.

Er sei „verhalten optimistisch“ und das sei ein Resultat der harten Arbeit, die die Feuerwehrleute in den vergangenen zwei Wochen investiert hätten, sagte Tim Ernst, der Verantwortliche für einen Lösch-Abschnitt des Caldor-Feuers. Die Flammen verharrten wenige Kilometer von der Ortschaft South Lake Tahoe. 22.000 Einwohner hatten die Stadt bereits vor Tagen verlassen. Kasinos und Geschäfte entlang der Staatsgrenze zu Nevada waren ebenfalls evakuiert worden.

Situation laut Feuerwehr weiter riskant

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Das fast 862 Quadratkilometer große Feuer habe sich nicht nennenswert verändert, Eindämmungslinien hätten Bestand, sagte Ernst. Die Situation sei aber weiter riskant. Der Brand war zuvor über Tage von Südwestwinden auf South Lake Tahoe zugetrieben worden. Dean Gould von der Forstbehörde erklärte, die Wachstumsrate des Feuers sei über vier Tage rückläufig gewesen. Von Donnerstag auf Freitag sei lediglich eine Fläche von etwa 9,3 Quadratkilometern hinzugekommen. „Die Dinge entwickeln sich klar in die richtige Richtung für uns.“ Der Meteorologe Jim Dudley warnte jedoch vor teils ungünstigen Windverhältnissen in der Sierra Nevada.

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Das Caldor-Feuer war am 14. August ausgebrochen. Es wurde nach der Straße benannt, an der es begann. Der Klimawandel hat den Westen der USA in den vergangenen Jahrzehnten wärmer und trockener gemacht. Wissenschaftler sagen voraus, dass es künftig immer häufiger zu Wetterextremen und Waldbränden kommen wird.

RND/AP

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