Waldbrand in den Abruzzen kommt Häusern gefährlich nahe

  • Italien kämpft in vielen Orten gegen aufflammende Waldbrände.
  • Besonders bedrohlich ist die Lage in der Stadt L'Aquila.
  • Dort kommen die Brände den Häusern inzwischen gefährlich nahe.
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Rom. Italien kämpft derzeit gegen aufflammende Waldbrände in vielen Orten. Größere Feuer bei der Stadt L'Aquila in den Bergwäldern der Abruzzen hatten sich den Ortsteilen Pettino und Cansatessa gefährlich genähert. Am Mittwochmorgen meldete die Feuerwehr auf Twitter dann einen Erfolg: "Nach sechs Tagen Arbeit bessert sich die Situation in der Provinz L'Aquila bei den Waldbränden an den Bergen Pettino und Omo".

Waldbrände auch auf Sizilien und Sardinien

Am Abend davor hatte sich der Bürgermeister der Stadt, Pierluigi Biondi, auf Facebook über Regen als Helfer gegen die Flammen gefreut, die 500 Hektar verkohlt hatten. Gegen die Brände waren nach Angaben der Feuerwehr sechs Löschflugzeuge, zwei Hubschrauber und viele freiwillige Helfer im Einsatz. Am Mittwoch gingen die Löscharbeiten weiter. Nach Medienberichten könnten die Brände von Menschen mit Absicht verursacht worden sein.

Auf Sizilien und Sardinien wüteten ebenfalls Wald- und Macchia-Brände. Am Mittwoch steuerten Löschflugzeuge auf Sardinien Feuer bei Nuorese, Torpè und Sorgono an. Brandstiftung ist ein großes Problem in Italien, manchmal geht es dabei um Spekulation mit Bauland. Vom 15. Juni bis zum 1. August 2020 registrierte die Feuerwehr laut der Nachrichtenagentur Adnkronos gut 21 000 Einsätze gegen Wald- und Flächenbrände. Über dem Land lag zudem längere Zeit eine Hitzeglocke mit Temperaturen um 40 Grad, inzwischen ist es etwas abgekühlt.

RND/dpa

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