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Hitzewellen erhöhen Brandgefahr

Waldbrände weltweit: Feuerwehrmann stirbt in Kroatien, riesiges Feuer in US-Nationalforst

Feuerwehrleute bekämpfen einen Waldbrand im Klamath National Forest in den USA. Die Flammen wüten in dem US-Nationalforst seit Freitag (29. Juli).

Feuerwehrleute bekämpfen einen Waldbrand im Klamath National Forest in den USA. Die Flammen wüten in dem US-Nationalforst seit Freitag (29. Juli).

An vielen Orten in der Welt wüten zurzeit heftige Waldbrände. Hitzewellen und lang anhaltende Trockenheit erhöhen die Waldbrandgefahr enorm. Viele Feuer breiten sich dadurch rasant aus. Ein Überblick:

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Feuerwehrmann stirbt in Kroatien

Bei einem Waldbrand nahe der kroatischen Touristen-Metropole Dubrovnik ist am Sonntag ein 42-jähriger Feuerwehrmann ums Leben gekommen. Die genaue Todesursache werde noch ermittelt, teilte der kroatische Feuerwehrverband am Montagmorgen mit.

Der Brand war am Sonntagmittag in einem Kiefernwald 15 Kilometer nordwestlich von Dubrovnik ausgebrochen. 80 Feuerwehrleute und vier Löschflugzeuge konnten die Flammen noch im Laufe des Sonntags löschen. Im Bereich der Dörfer Orasac und Gromaca brannten 87 Hektar an Kiefernvegetation ab.

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Verheerende Lage in Portugal: Seniorenheim evakuiert

Die Serie der Waldbrände reißt indes auch in Portugal nicht ab. Wegen eines Feuers, das am Sonntagnachmittag in Mafra etwa 35 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Lissabon ausgebrochen war, mussten die rund 30 Bewohnerinnen und Bewohner eines Seniorenheimes in Sicherheit gebracht werden, wie Medien unter Berufung auf Feuerwehrsprecher berichteten.

Die Rauchsäulen waren zeitweilig kilometerweit zu sehen. Inzwischen seien die Flammen weitgehend unter Kontrolle, sagte Mafras Bürgermeister Helder Sousa Silva am Montag. Insgesamt seien rund 300 Hektar zerstört worden.

Feuerwehr kämpft gegen Waldbrände in Portugal

Nahe der Kleinstadt Mafra, nördlich von Lissabon, ist am Sonntag ein großes Feuer ausgebrochen. Weitere Brände wüteten auch noch in anderen Teilen des Landes.

Im ganzen Land waren unterdessen am Montag noch acht Waldbrände aktiv, wie Medien unter Berufung auf die Behörden berichteten. Die meisten Sorgen bereitete ein Feuer in Ourém rund 130 Kilometer nordöstlich von Lissabon. Dort kämpften mehr als 500 Einsatzkräfte seit Sonntagnachmittag gegen die Flammen. Nach Angaben des Instituts für Meer und Atmosphäre (IPMA) herrscht im Zentrum und Norden des Landes noch mindestens bis Donnerstag erhöhte Waldbrandgefahr.

Neun Feuerwehrleute in Südfrankreich verletzt

Bei einem Waldbrand in Südfrankreich sind insgesamt neun Feuerwehrleute verletzt worden, einer von ihnen schwer. Nach einem „langen Kampf“ sei der Brand bei Aubais im Département Gard auf halber Strecke zwischen Nîmes und Montpellier am frühen Montag unter Kontrolle gebracht worden, sagte Feuerwehrsprecher William Borelly dem Sender Franceinfo. Insgesamt 670 Feuerwehrleute seien im Einsatz gewesen.

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Das Feuer sei am Sonntagnachmittag aus vorerst ungeklärter Ursache unweit einer Müllverwertungsanlage in einem Pinien- und Eichenwald ausgebrochen und habe sich auf etwa 370 Hektar ausgebreitet, sagte Borelly. Den Brand vollständig zu löschen, werde mehrere Tage dauern. Zwei Häuser seien von den Flammen gestreift worden, zwei Lagerschuppen und ein Mobilheim zerstört worden. Dutzende Wohnungen hätten dank des Einsatzes von Löschflugzeugen und Löschfahrzeugen gerettet werden können, sagte Borelly.

Das Feuer wurde in der Nacht eingedämmt, und rund 400 Feuerwehrleute überwachten das betroffene Gebiet am Montagmorgen, wie die Zivilschutzbehörde mitteilte. Der Brand war am Sonntagnachmittag in einem Kiefernwald in Aubais, einem Dorf mit 2000 Einwohnern nordöstlich von Montpellier, ausgebrochen. Mehrere Familien wurden in Sicherheit gebracht. Frankreich steht eine weitere Hitzewelle bevor. Die Behörden warnten in mehreren Departements vor der Gefahr von Waldbränden.

USA: Feuer in Nationalforst bedroht Hunderte Häuser

Ein rasant um sich greifendes Feuer im Norden des US-Bundesstaates Kalifornien bedroht rund 400 Häuser. Seit dem Ausbruch am Freitag hat sich das sogenannte „McKinney-Feuer“ auf mehr als 200 Quadratkilometer im Nationalforst Klamath nahe der Stadt Yreka ausgebreitet, wie die Behörden am Montagmorgen (Ortszeit) mitteilten.

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Wie es zu dem Ausbruch kam, sei bisher noch unklar. Mehr als 3000 Anwohner im Bezirk Siskiyou seien aufgefordert worden, sich in Sicherheit zu bringen, berichtete der „San Francisco Chronicle“.

Kalifornien: Waldbrand vernichtet mehr als 30.000 Hektar

Brennende Wälder im Westen der USA: Das "McKinney-Feuer" in Kalifornien hat sich am Samstag im Klamath National Forest auf über 30.000 Hektar ausgeweitet.

Unvorhersehbare Winde erschwerten die Löscharbeiten, wie Adrienne Freeman, eine Sprecherin der US-Forstbehörde, der Zeitung sagte. „Es ist auch eine extrem gefährliche Situation für die Feuerwehrleute.“ Rund ein Dutzend weiterer kleinerer Brände breiteten sich demnach in der Gegend rasch aus. Offiziellen Angaben zufolge kämpften knapp 650 Einsatzkräfte gegen die Flammen an.

Aufnahmen zeigten ein zerstörtes Gebäude und ausgebrannte Fahrzeuge, die von dichten Rauchwolken umgeben waren. Auch im angrenzenden Bundesstaat Oregon meldeten die Behörden Rauch und Asche. Das „McKinney-Feuer“ stelle aber vorerst keine Bedrohung für die dortigen Gemeinden dar. Entwarnung für die Region gibt es vorerst nicht: Für Montag warnte der Wetterdienst vor Gewittern – Blitzeinschläge auf äußerst trockenem Brennmaterial könnten zu neuen Bränden führen.

RND/dpa/AP

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