Waldbrände in Kalifornien gefährden erneut uralte Mammutbäume

  • In Kalifornien weiten sich die Waldbrände weiterhin schnell aus.
  • Mittlerweile sind auch die berühmten Mammutbäume des Sequoia-Nationalparks in Gefahr.
  • Mehrere Hundert Quadratkilometer Wald stehen derzeit in Flammen.
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Three Rivers. In der kalifornischen Sierra Nevada wächst die Bedrohung uralter Mammutbäume durch rasch um sich greifende Waldbrände. Mehr als 2000 Feuerwehrleute waren im Einsatz und versuchten, das so genannte Windy Fire unter Kontrolle zu bringen. Der Brand loderte im Indianerreservat Tule River und im Nationalforst Sequoia nördlich von Bakersfield.

Waldbrände bedrohen Sequoia-Nationalpark

Die brennende Fläche vergrößerte sich innerhalb von 24 Stunden um fast 28 Quadratkilometer, wie der Nationalforst am Montag (Ortszeit) mitteilte. Damit standen 344 Quadratkilometer in Flammen. Bewohner von mehreren Siedlungen in der Region wurden aufgefordert, sich auf eine Evakuierung vorzubereiten. Von den Flammen bedroht waren rund 2000 Wohnhäuser und 100 kommerziell genutzte Gebäude. Zwei Gebäude wurden bereits zerstört.

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Weiter nördlich im Nationalpark Sequoia loderten die Flammen von zwei Bränden, die sich am Wochenende zu einem Großbrand vereinigt hatten, auf einer Fläche von knapp 190 Quadratkilometern. Am nördlichen Rand des Brandgebiets setzte die Feuerwehr kontrollierte Brände ein, um Vegetation zu vernichten und den Flammen so die Nahrung zu entziehen. So sollte eine Gruppe von Riesenmammutbäumen geschützt werden.

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Vor einer Woche waren die berühmten uralten Bäume des Mammutbaumwaldes im Sequoia-Nationalpark vor dem Feuer geschützt, weil dort seit langem kontrollierte Brände durchgeführt werden. Die Stämme einiger Bäume wurden außerdem mit feuerfestem Material umwickelt.

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Eine historische Dürre im amerikanischen Westen, die auf den Klimawandel zurückzuführen ist, erschwert die Bekämpfung von Waldbränden. Allein in Kalifornien vernichteten die Flammen Millionen Bäume. Wissenschaftler erklärten, der Klimawandel haben den Westen in den letzten 30 Jahren deutlich wärmer und trockener gemacht.

RND/AP

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