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Hoffnung auf Regen in den griechischen Brandgebieten

Ein Hubschrauber wirft Wasser über einem Feuer im Dorf Galatsonas auf der Insel Euböa ab. In Griechenland hat sich die Lage bei den Großbränden leicht entspannt.

In vielen Brandgebieten Griechenlands zeichnete sich am Mittwoch eine Entspannung ab. Die in den Tagen zuvor ausgebrochenen Brände waren überwiegend unter Kontrolle. Aber im Norden der Insel Euböa flammten die bereits eingegrenzten Feuer immer wieder gefährlich auf. Auch in Arkadien und beim antiken Olympia auf der Halbinsel Peloponnes fachten Winde die Feuer wieder an. Dort mussten mehrere Ortschaften evakuiert werden. Augenzeugen beschrieben am Mittwochabend die Entwicklung der Brände auf der Peloponnes als “sehr gefährlich”.

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Bei Temperaturen von örtlich über 40 Grad war die Brandgefahr im ganzen Land extrem hoch. Was den Löschmannschaften Hoffnung macht: Am Donnerstag erwarten die Meteorologen Regenfälle auf der Insel Euböa und der Peloponnes. Niederschläge könnten helfen, gefährliche Glutnester zu löschen. In den Brandgebieten nördlich der Hauptstadt Athen regnete es bereits am Mittwochnachmittag für kurze Zeit. Dort sind die Feuer fast vollständig gelöscht.

Neben den griechischen Feuerwehren, Tausenden Freiwilligen und Soldaten kämpfen inzwischen Löschmannschaften aus mehr als einem Dutzend anderen Ländern gegen die Flammen. Auf der Halbinsel Peloponnes waren ab Mittwoch auch deutsche, französische, britische und tschechische Feuerwehrleute im Einsatz. Auf der Insel Euböa halfen Mannschaften aus Rumänien und der Ukraine sowie Löschflugzeuge aus Frankreich, Kroatien, Spanien und Russland. Bisher haben 22 Länder Hilfe geschickt oder zugesagt. Österreich entsandte 36 Feuerwehrleute mit zwölf Löschfahrzeugen nach Griechenland, die Schweiz hilft mit drei Hubschraubern Super Puma. Russland schickte am Mittwoch zwei weitere Wasserbomber des Typs Iljuschin Il 67 zur Brandbekämpfung nach Griechenland. Die Maschinen können 40 Tonnen Löschwasser abwerfen, achtmal so viel wie die griechischen Löschflugzeuge vom Typ Canadair.

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Griechenland: 85.000 Hektar abgebrannt

Im Norden von Euböa haben die Brände Satellitenaufnahmen zufolge bisher 50.800 Hektar Wald, Buschland und Anbauflächen zerstört. Bis die Feuer gelöscht sind, könnten es nach Schätzungen 70.000 Hektar sein. Damit übertrifft die Katastrophe die Ausmaße der bisher schwersten Brände in Griechenland. Sie vernichteten im Sommer 2007 auf der Halbinsel Peloponnes 45.000 Hektar. Insgesamt sind in Griechenland in den vergangenen acht Tagen über 85.000 Hektar abgebrannt – mehr als jemals zuvor in einem Sommer. Hunderte Gebäude brannten ab, Tausende Menschen sind obdachlos.

In der Türkei gewinnen die Feuerwehren die Oberhand. Von 275 Bränden, die in den vergangen zwei Wochen ausbrachen, war am Mittwoch nur einer beim westtürkischen Mugla außer Kontrolle. Hier erschwerten starke Winde die Bekämpfung der Flammen.

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