Waffensammler muss für drei Jahre ins Gefängnis

  • Ein Mann aus Hannover, der gegen das Waffengesetz verstoßen hat, muss für drei Jahre ins Gefängnis.
  • Der Mann hatte mehrere funktionsfähige Waffen in seiner Wohnung gehortet.
  • Ein Terrorverdacht bei dem 30-Jährigen, der in rechtsextremen Internet-Foren unterwegs war, hatte sich nicht bestätigt.
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Hannover. Eine Abschussvorrichtung für eine Panzerfaust, Pistolen, Maschinengewehre und Munition: Ein Waffensammler ist zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Landgericht Hannover sprach den 30-Jährigen am Mittwoch wegen des vorsätzlichen Verstoßes gegen das Waffengesetz und das Kriegswaffenkontrollgesetz schuldig. Auch sein Vater wurde verurteilt. Der 53-Jährige erhielt eine Strafe von sieben Monaten, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Er habe gewusst, dass sein Sohn Waffen sammelt, aber nicht weiter überprüft, ob es sich um scharfe Waffen handelt, sagte der Vorsitzende Richter in seiner Urteilsbegründung.

Die Polizei hatte im Zimmer des 30-Jährigen, der in rechtsextremistischen Internet-Foren unterwegs war, mehr als 50 funktionsfähige Waffen, rund 3650 Schuss Munition, etwa 100.000 Euro Bargeld sowie Orden und Fahnen aus der NS-Zeit entdeckt. Der Sohn hatte im Prozess gestanden, die teils verbotenen Waffen gekauft und gehortet zu haben. Er bestritt aber, dass er Menschen verletzen wollte. Weil zunächst ein Terrorverdacht bestand, ermittelte die Generalstaatsanwaltschaft Celle. Hinweise auf konkrete Anschlagspläne gab es dann aber nicht.

RND/dpa

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