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Während Corona-Zeit: Häufiger Hinweise von Kinderschutz-Hotline an die Jugendämter

  • Es ist eine traurige Entwicklung:
  • Die Hinweise nach Anrufen bei der Kinderschutz-Hotline an Jugendämter werden während der Corona-Pandemie häufiger.
  • Das Sozialministerium sieht einen möglichen Zusammenhang mit der steigenden Belastung während der Corona-Pandemie.
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Schwerin. In diesem Jahr sind schon mehr Hinweise von der Kinderschutz-Hotline des Landes an die Jugendämter weitergegeben worden als im gesamten Vorjahr. Von Januar bis Oktober waren es 310 Hinweise, wie das Sozialministerium in Schwerin auf Anfrage mitteilte. Das war den Angaben zufolge eine Meldung mehr als im gesamten Jahr 2020 und es waren 56 mehr als im gesamten Jahr 2019.

Die Entwicklung könne auf die steigende Belastung von Kindern, Jugendlichen und Familien während der Corona-Pandemie hindeuten, hieß es vom Ministerium. „Insgesamt lassen die Daten darauf schließen, dass die Sensibilität bzw. Aufmerksamkeit gegenüber Kindeswohlgefährdungen in der Corona-Zeit leicht gestiegen ist.“

Entsprechende Meldungen erfolgen, wenn zumeist unverzüglicher Handlungsbedarf besteht - etwa durch Vernachlässigung, körperliche Misshandlung oder Suchterkrankung der Eltern. „Die Hotline trägt dazu bei, dass Jugendämter bei Verdacht einer Kindeswohlgefährdung frühzeitig aktiv werden können“, erklärte das Ministerium.

Hinzu kommen Informationsanfragen bei der Hotline, die nicht an die Jugendämter weitergemeldet werden. Auch diese Anrufe sind im Lauf der Pandemie häufiger geworden. In den ersten zehn Monaten dieses Jahres gab es laut Ministerium fast 440 solcher Anfragen. Dabei ging es vordergründig etwa um Fragen des Kinderschutzes, des Sorgerechts oder zum Verfahren bei einer Meldung einer eventuellen Kindeswohlgefährdung.

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Hier erreicht man die Kinderschutz-Hotline

Die Kinderschutz-Hotline ist beim Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) angesiedelt und rund um die Uhr unter der Telefonnummer 0800 1414007 erreichbar. Sie wurde 2008 eingeführt und wird derzeit mit rund 154 000 Euro pro Jahr vom Land gefördert.

RND/dpa

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