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VW-Skandalvideo Tage vor Veröffentlichung auf Twitter-Account von Topmanager

  • Wie der “Spiegel” berichtet, wurde das VW-Skandalvideo bereits elf Tage vor Veröffentlichung auf dem offiziellen Twitter-Account von Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann gepostet.
  • Nach erster Kritik sei es kommentarlos gelöscht worden.
  • Besonders pikant: Stackmann war auch derjenige, der den umstrittenen Clip Wochen später als “rassistisches Werbevideo” einstufte, das jeden anständigen Menschen beleidige.
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Wolfsburg. Der Betriebsrat von Volkswagen hat eine schnelle Antwort des Konzerns auf den als rassistisch kritisierten Werbespot gefordert. “Im Fall des VW-Werbeclips wird es ein erster wichtiger Schritt sein, rasch unsere interne Aufklärungsarbeit sichtbar werden zu lassen”, teilte die Mitarbeitervertretung am Dienstag auf Anfrage mit. Ein für Ende dieser Woche angekündigtes erstes Ergebnis der Aufklärung müsse nun auch kommen.

Nach heftiger Kritik an dem auf Instagram geposteten Werbespot für den neuen Golf hatte sich VW Ende Mai entschuldigt. Die kurze Sequenz, die starke Reaktionen in den sozialen Netzwerken auslöste, zeigt unter anderem einen schwarzen Mann, der von einer riesigen weißen Hand durchs Bild geschoben und anschließend in den Eingang eines Hauses geschnippt wird.

Video tauchte bereits vor offizieller Veröffentlichung bei Twitter auf

Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann sprach damals von einem “rassistischen Werbevideo”, das jeden anständigen Menschen beleidige. Ergebnisse und Konsequenzen der Untersuchung würden öffentlich gemacht, kündigte er an. Wie der “Spiegel” am Dienstag berichtete, war das Video bereits elf Tage vor der Veröffentlichung bei Instagram auf dem offiziellen Twitter-Account von Stackmann erschienen und nach erster Kritik wieder gelöscht worden.

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Bei der Untersuchung des rassistischen Videos werde der komplette Zeitraum betrachtet, teilte VW mit. Dazu gehöre auch der Tweet am 8. Mai auf dem Twitter-Account des Vertriebsvorstands Stackmann. Dieser werde professionell gemanagt. “Über den Hinweis und die Löschung des von der Fachabteilung freigegebenen Videos war Herr Stackmann nicht informiert worden”, sagte ein VW-Sprecher. Der Betriebsrat warnte vor vorschnellen Schlüssen und betonte, dass für Stackmann die Unschuldsvermutung gelte. Unabhängig davon drohe dem Unternehmen jetzt aus kommunikativer Sicht einmal mehr eine Situation von höchster Trag- und Reichweite.

RND/dpa

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