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Vorwürfe gegen Polizei: Maskenkontrolle von Frau (68) endet in Handschellen

  • Für eine Wolfsburgerin endet eine Maskenkontrolle durch Polizisten eigenen Angaben zufolge in Handschellen.
  • „Ich wurde behandelt wie ein Schwerverbrecher“, sagt die 68-Jährige der „Wolfsburger Allgemeinen Zeitung“.
  • Sie sucht danach einen Arzt auf und will außerdem einen Anwalt einschalten.
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Wolfsburg. In Wolfsburg soll eine 68-Jährige in Handschellen gelegt worden sein, nachdem Polizisten ihr gesagt hätten, dass sie ihren Mund-Nasen-Schutz nicht richtig trage, und sie dem widersprochen habe. Das berichtet die „Wolfsburger Allgemeine Zeitung“ (WAZ) und beruft sich dabei auf Aussagen der betroffenen Petra John.

Die berichtete der Zeitung demnach, dass sie am Dienstag vergangener Woche in der Wolfsburger Fußgängerzone von zwei Polizisten wegen der Einhaltung der Maskenpflicht kontrolliert worden sei. Ein Polizist habe sie darauf aufmerksam gemacht, dass sie die Maske höher ziehen solle. „Ich hatte aber Mund und Nase bedeckt, und das habe ich ihm auch geantwortet“, so die 68-Jährige zur „WAZ“. Sie habe den Polizisten außerdem gesagt, dass sie doch lieber auf die Fahrradfahrer achten sollten, die in der Fußgängerzone unerlaubt unterwegs seien.

Die Beamten hätten sie daraufhin nach ihrem Ausweis gefragt, was sie verweigert habe. Dann hätten die beiden Polizisten ihr Handschellen auf dem Rücken angelegt: „Ich wurde behandelt wie ein Schwerverbrecher“, beklagt John gegenüber der Zeitung. Die Beamten hätten dann noch ihr Portemonnaie abgenommen, ihren Ausweis darin kontrolliert und ihr gesagt, dass sie Meldung beim Ordnungsamt machen würden.

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Wolfsburgerin empört über die Handschellenaktion

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John ist empört über das Geschehen. Laut „WAZ“ ist die 68-Jährige danach zum Arzt gegangen, der ihr ein Attest ausgestellt habe, weil sie durch die „aggressive Vorgehensweise“ der Beamten blaue Flecken am Handgelenk bekommen habe. Doch damit ist das Ganze für die Wolfsburgerin nicht Geschichte: Sie will nun nach eigenen Angaben gegenüber der Zeitung einen Anwalt einschalten. „Ich habe nur diesen einen Satz gesagt und ansonsten nichts gemacht. Daher lasse ich mir das nicht gefallen“, sagte sie.

Die Wolfsburger Polizei sagte der Zeitung zu dem Vorfall nur, dass er in der Dienststelle bearbeitet werde und zu laufenden Ermittlungen keine näheren Auskünfte gegeben würden.

RND/hsc

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