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Vorher-nachher-Fotos: Krankenschwestern zeigen, was Corona-Schichten mit ihnen machen

  • Vorher ein Lächeln, jetzt dunkle Augenringe: Eine amerikanische Krankenschwester twittert ein Vorher-nachher-Selfie von sich – es dokumentiert eindrucksvoll die enorme Belastung während der Corona-Pandemie.
  • Das Foto wurde bereits hunderttausendfach geliked, kommentiert und geteilt.
  • Andere Krankenschwestern folgen dem Beispiel.
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Nashville. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: Kathryn (27) arbeitet erst seit ein paar Monaten als ausgebildete Krankenschwester in Nashville im US-Staat Tennessee, doch aufgrund der Corona-Pandemie wurde ihr in dieser kurzen Zeit schon einiges abverlangt – die äußerlichen Folgen dokumentiert sie auf einem Foto. Die Pflegekraft veröffentlicht bei Twitter ein Vorher-nachher-Selfie von sich und schreibt dazu: „So hat es angefangen – und so ging es weiter“.

Das eine Foto zeigt die Krankenschwester im „Normalzustand” vor der Corona-Pandemie: lächelnd, aufgeweckt und munter. Das andere Bild zeigt die Frau sichtlich erschöpft, mit blasser Haut, zerwühltem Haar und Augenringen nach ihrer Schicht auf der Corona-Intensivstation.

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„Sich um die kränksten der Kranken zu kümmern, ist eine Ehre“

Kathryn will durch ihren Tweet nicht den Eindruck entstehen lassen, dass sie ihrer Arbeit nicht gerne nachgehe. Im Gegenteil: Sie will zeigen, dass es unfassbar hart ist – und sie ihren Job mit vollem Einsatz ausführt. „Ich liebe es, Krankenschwester zu sein. Ich hatte nicht erwartet, eine neue Krankenschwester mitten in einer hoch politisierten Pandemie zu sein, aber das Leben kommt schnell auf dich zu und selbst in einer Pandemie gibt es nichts anderes, was ich tun möchte“, erklärt die 27-Jährige unter ihrem Tweet. „Sich um die kränksten der Kranken zu kümmern, ist eine Ehre und ich schätze meine Patienten”, schreibt sie weiter.

Mit ihrem Tweet scheint die junge Krankenschwester offene Türen einzurennen – innerhalb kurzer Zeit liken, teilen und kommentieren über eine Million Twitter-Nutzer den Beitrag von Kathryn.

Und auch andere Pflegekräfte folgen ihrem Beispiel und veröffentlichen ähnliche Vorher-nachher-Selfies, die zeigen, wie sehr sie durch die Corona-Pandemie äußerlich – aber auch mental – gelitten haben und nach wie vor leiden.

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In den USA war die Zahl der binnen eines Tages verzeichneten Corona-Toten am Dienstag auf den höchsten Stand seit Anfang Mai gestiegen. Die Behörden meldeten 2146 Tote mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore hervorging. Am gleichen Tag der Vorwoche waren es 1692 gewesen. Der bislang höchste Wert wurde am 15. April mit 2609 Toten an einem Tag erreicht.

RND/ros

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