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Von 20 Familien abgelehnt: Single-Mann adoptiert Mädchen mit Down-Syndrom

Alba hatte keinen leichten Start ins Leben: Das Mädchen mit Down-Syndrom wird von seiner Mutter verstoßen, zur Adoption freigegeben und von mehr als 20 Familien abgelehnt. Doch dann schließt ein Single-Mann das Kind in sein Herz.

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Italien. Der Italiener Luca Trapanese (41) hatte diesen einen Wunsch: Er möchte Vater werden. Vor 18 Monaten war es dann soweit: Seit Juli 2017 darf er die kleine Alba, die mit dem Down-Syndrom zur Welt kam, seine Tochter nennen. Seitdem sind die beiden ein Herz und eine Seele.

Den Kinderwunsch hatte der 41-Jährige schon seit Jahren, zusammen mit seinem früheren Partner wollte er bereits Kinder. Doch so weit kam es nicht, nach elf Jahren trennten sich ihre Wege. Danach begann für Luca eine „schwierige Zeit“, wie er der BBC berichtet – denn die Adoption eines Kindes war für den Single-Mann alles andere als leicht. Anfang 2017 änderte sich in Italien jedoch das Adoptionsgesetz und auch Luca Trapanese durfte ein Kind adoptieren. Dafür gab es allerdings gewisse Bedingungen: Entweder hat das Kind eine Behinderung oder es wurde schon einige Male von Familien mit Adoptionswunsch abgelehnt.

Mit der Gesetzesänderung endete auch für Alba ein Leidensweg: Sie war mit Down-Syndrom zur Welt gekommen, wurde von ihrer Mutter zur Adoption freigegeben. Mit gerade einmal einem Monat hatten sich schon mehr als 20 Familien gegen die Adoption des Mädchens ausgesprochen.

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Schließlich erhielt Luca Trapanese den ersehnten Anruf

Für Luca Trapanese ist die besondere Situation dagegen kein Problem. Seit 14 Jahren engagiert er sich in Neapel ehrenamtlich für Menschen mit Behinderungen. Dadurch hatte er keine Bedenken, sich um ein Kind mit Down-Syndrom kümmern zu können.

Schließlich bekam der Italiener den ersehnten Anruf, dass er Alba adoptieren könne. „Nur mit Mühe konnte ich meine Freude zurückhalten“, erinnert er sich. Natürlich sagte der Italiener sofort „Ja“. Seitdem sind Luca und Alba Trapanese unzertrennlich. Alba sei gerne unter Menschen. „Deswegen gehe ich mit ihr in den Park oder ins Museum“, sagt der alleinerziehende Vater. „Am liebsten würde sie den ganzen Tag spielen, essen und tanzen.“

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Über die ungewöhnliche Gesichte hat Luca Trapanese jetzt ein Buch geschrieben. Es trägt den Titel „Nata per te“ – „Für dich geboren“.

Von RND/aw

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