Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Immobilie südlich von Berlin

Arafat Abou-Chakers Sohn ersteigert Villen von Bushido und Clanchef für rund 7,4 Millionen Euro

Der Rapper Bushido (M) kommt unter Polizeischutz zum Potsdamer Amtsgericht. Die gemeinsame Immobilie des Rappers Bushido und seinem früheren Geschäftspartner sind am Mittwoch in Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark) zwangsversteigert worden. In dem Prozess mit Bushido als Nebenkläger und Zeuge steht sein früherer Partner, ein Berliner Clanchef, gemeinsam mit drei seiner Brüder vor Gericht.

Potsdam/Berlin. Unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen und in Anwesenheit von Rapper Bushido und seinem früheren Geschäftspartner sind deren gemeinsame Villen versteigert worden. Nach rund einstündigem Termin am Amtsgericht Potsdam erteilte Rechtspflegerin Silke Tischbein am Mittwoch den Zuschlag: Für 7.401.500 Euro kam der einzige Bieter zum Zuge. Es handelt sich um einen Sohn von Bushidos früherem Partner, einem Berliner Clanchef.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Die Summe des 21-Jährigen entsprach der Mindestsumme, die bei dem ersten Termin zur Zwangsversteigerung geboten werden musste. Die Immobilie in Kleinmachnow südlich von Berlin ist nach dem sogenannten Verkehrswert, den das Gericht benannt hatte, doppelt so hoch bewertet und liegt bei mehr als 14,8 Millionen. Bushido und sein einstiger Partner verfolgten das Geschehen schweigend.

Das Villenensemble und die Grundstücke mit einer Gesamtfläche von mehr als 16.600 Quadratmeter gehörten Bushido, mit bürgerlichem Namen Anis Ferchichi, und seinem Ex-Partner. Während dieser – Clanchef Arafat Arafat Abou-Chakers – eine der Villen bewohnt, ist Musiker Bushido dort nie eingezogen. Nach der Trennung der Geschäftsbeziehung hatte Bushido die Zwangsversteigerung zur Aufhebung der Eigentümergesellschaft beantragt.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Rapper Kay One wird als Zeuge befragt

Nach der Versteigerung geht nun der Erlös jeweils zur Hälfte an die einstigen Geschäftspartner. Wird in den kommenden 14 Tagen kein Widerspruch eingelegt, bleiben Häuser und Grundstücke samt Schulden, die auf der Immobilie lasten, aber im Besitz des Clans.

Der Streit zwischen den einstigen Geschäftspartnern beschäftigt seit 2020 auch das Landgericht Berlin in einem Strafprozess – mit Bushido als Nebenkläger und Zeuge. Angeklagt sind Arafat Arafat Abou-Chakers und drei Brüder des Clanchefs. Die Anklage lautet auf Freiheitsberaubung, versuchte schwere räuberische Erpressung, Nötigung, gefährliche Körperverletzung, Beleidigung und Untreue.

Nach Darstellung von Bushido sollen sein langjähriger Freund und Geschäftspartner und dessen Brüder ihn am 18. Januar 2018 in einem Büro eingesperrt, beschimpft, bedroht und verletzt haben. Hintergrund soll gewesen sein, dass der Clanchef nicht akzeptiert habe, dass Bushido die Geschäftsbeziehung aufgelöst hatte.

Zu der Beziehung der einstigen Geschäftspartner wurden bereits zahlreiche Zeugen befragt. Am Mittwoch sollte nun auch Rapper Kay One befragt werden. Der 37-Jährige und Bushido hatten zunächst gemeinsame Erfolge gefeiert, dann folgte ein jahrelanger Streit. Für die Befragung von Kay One war ein Tag vorgesehen.

RND/dpa

Mehr aus Panorama

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Spiele entdecken