Vier Tote bei verheerendem Waldbrand auf Zypern

  • Derzeit wütet ein Waldbrand auf Zypern.
  • Es sei eines der verheerendsten Feuer auf Zypern seit Jahrzehnten, sagt Innenminister Nouris.
  • Wegen des Verdachts auf Brandstiftung wurde ein 67-Jähriger festgenommen.
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Bei einem Waldbrand auf der Mittelmeerinsel Zypern sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Freiwillige Helfer hätten die Leichen am Sonntag außerhalb des Dorfes Odou am Troodos-Gebirge gefunden, sagte Innenminister Nikos Nouris. Es wurde vermutet, dass sie von ägyptischen Wanderarbeitern im Alter von 22 bis 29 Jahren stammen, die seit Samstagabend vermisst wurden.

„Beispiellose Tragödie“ für Zypern

Nouris sagte, einen solch verheerenden Waldbrand habe die Insel seit der Gründung der Republik Zypern nicht erlebt, sowohl was die Schäden als auch den Verlust von Menschenleben angehe. Präsident Nikos Anastasiades sagte, der Brand sei eine „beispiellose Tragödie“ für Zypern. Übertroffen werde diese nur von der Zerstörung durch den Krieg von 1974, durch den die Insel damals geteilt wurde.

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Das Feuer war am Samstagnachmittag ausgebrochen. Ein 67-jähriger wurde wegen Verdachts auf Brandstiftung festgenommen. Er soll für acht Tage in Gewahrsam bleiben, bis die Brandursache geklärt ist, wie das zuständige Gericht anordnete.

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Mindestens acht Dörfer mussten evakuiert werden, mehrere Häuser wurden zerstört und 55 Quadratkilometer Pinienwald und Obstplantagen verbrannten. 50 Häuser seien bislang beschädigt worden, sagte Nouris.

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Anastasiades, der die betroffenen Orte besuchte, sagte, das Feuer sei teilweise eingedämmt, aber heftige Winde könnten es wieder anfachen. Griechische und israelische Flugzeuge halfen elf weiteren Flugzeugen und Hubschraubern bei den Löscharbeiten. Manche der betroffenen Dörfer seien inzwischen wieder als sicher eingestuft worden und die Bewohner könnten in ihre Häuser zurückkehren, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Niovi Parissinou.

Die vier Ägypter hätten in einem Gewächshaus für Tomaten gearbeitet und versucht, auf einer Bergstraße vor dem Feuer zu fliehen, doch ihr Kleinlaster sei von der Straße abgekommen und beschädigt worden, sagte der Dorfchef von Odou, Menelaos Philippou, der staatlichen Nachrichtenagentur CNA. Sie hätten dann versucht, zu Fuß zu fliehen, dies aber nicht geschafft.

RND/AP

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