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Traurige Botschaft einer Heimleiterin: „Viele sterben nicht an Corona, sondern an der Isolation“

Das Altenpflegeheim Haus Alma in Hohburg und dessen Leiterin Heike Formann kämpften im Dezember gegen Corona.

Das Altenpflegeheim Haus Alma in Hohburg und dessen Leiterin Heike Formann kämpften im Dezember gegen Corona.

Während in einigen Bundesländern jeder zweite Corona-Tote aus einem Pflegeheim stammt, spricht eine Altenheimleiterin aus Lossatal in Sachsen Klartext: „Alte Leute allein auf ihren Zimmern, das ist der Tod“, sagt Heike Formann.

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Und die 52-Jährige hat dafür auch eine Erklärung: „Wenn Menschen vereinsamen, dann verlieren sie ihren Appetit. Sie reagieren nur noch verzögert. Sie vergessen mitunter, dass im Nachbarzimmer noch jemand sitzt. „Viele sterben nicht an Corona, sondern an der Isolation“, sagt Heike Formann der „Leipziger Volkszeitung“. „Mir war schnell klar, dass es neben dem Virus noch eine zweite Bedrohung für uns geben würde: die Einsamkeit.“

Jeder Zehnte starb an Corona

Lossatal im Landkreis Leipzig erregte im vergangenen Jahr bundesweit Aufsehen: Mit einer Inzidenz von 1306 belegte die Gemeinde zwischenzeitlich Platz acht der deutschlandweiten Corona-Hotspots.

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Grund war der Ausbruch im Haus Alma, eben jenem Haus, dem die Altenheimleiterin vorsteht. Bis Mitte Januar hatten dort 40 Bewohner Corona, mehr als die Hälfte. Jeder zehnte verstarb daran. Vier weitere starben mehr als zehn Tage nach ihrer Infektion.

Aber die Lage besserte sich schließlich: Zum Jahresende wurden im Haus Alma nach etlichen Quarantänemaßnahmen wieder gemeinsam Kartoffeleintopf gekocht, Wäsche gelegt und Beete gepflegt.

„Selbstwert ist für alte Menschen wichtig“, sagt Formann. Und sie ergänzt: „Überlebenswichtig.“

Für die Bewohner des Altenheims gibt es aber gute Nachrichten: Seit diesem Samstag ist im Haus Alma niemand mehr in Quarantäne. Am Samstag darauf wird morgens in Lossatal ein Lkw vorfahren: mit 65 Dosen Impfstoff.

RND/mh

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