• Startseite
  • Panorama
  • Video schürt Verdacht: Wurde Zebra „Pumba“ aus Bequemlichkeit erschossen?

Video schürt Verdacht: Wurde Zebra „Pumba“ aus Bequemlichkeit erschossen?

Der Tod von Zirkus-Zebra „Pumba“ erhitzt weiter die Gemüter. Ein Video schürt jetzt den Verdacht, dass das Tier gar nicht hätte sterben müssen.

Anzeige
Anzeige

Der Tod von Zirkus-Zebra „Pumba“ bewegt die Menschen. Ein Video heizt jetzt die Spekulationen an, dass das Tier sterben musste, weil seine Verfolger zu bequem waren, ihm noch stundenlang nachzulaufen.

In dem Video ist die Unterhaltung eines Kameramanns mit einem Mitarbeiter der Tierrettung der Feuerwehr zu hören. „Dann bist du Stunde, zwei Stunden wärst du jetzt noch über den Acker hinterher. Nächste Straße, nächstes Gehöft“, sagt der Feuerwehrmann. Für Kameramann Stefan Tretropp ist der Fall ziemlich eindeutig: „Es hatte für mich den Anschein, dass diesem Treiben unbedingt ein Ende gesetzt werden sollte“, sagte er dem Sender RTL. Das Zebra sei erschöpft gewesen, „es konnte einfach nicht mehr. Man hätte es entweder auf die Koppel (…) treiben oder einkesseln können. Auf jeden Fall hätte die Geschichte nicht so enden müssen.“

Zirkus will Mitarbeiter der Feuerwehr auf Schadensersatz verklagen

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

Das Zebra war in der Nacht zu Mittwoch in Tessin dem Zirkus „Barlay“ entlaufen und verursachte auf der Autobahn A20 einen Unfall. Im benachbarten Liepen erschoss ein Mitarbeiter der Tierrettung der Feuerwehr Rostock das Tier.

Die Stadt Rostock verteidigte am Freitag die tödlichen Schüsse auf das Zebra gegen Kritik. Das Tier sei 60 Meter von den Rettern entfernt gewesen, Betäubungsgewehre träfen aber nur auf 40 Meter. Eine Anwohnerin hatte hingegen unmittelbar nach dem Vorfall in Liepen nahe Rostock gesagt, dass die Feuerwehrleute bei der Abgabe der zwei tödlichen Schüsse etwa zehn Meter von dem Zebra entfernt gewesen seien.

Video
„Geisterzebra“ verursacht Unfall auf A20 in Mecklenburg
0:58 min
Zebrastreifen im Verkehr sind keine Seltenheit. In Rostock lief nun aber ein echtes Zebra über die Autobahn 20 und verursachten einen Auffahrunfall.  © dpa

Zirkusdompteur Angelo Madel hatte betont, es habe keinen Grund für die Schüsse gegeben. Es sei mit der Polizei abgemacht gewesen, das Zebra mit Betäubungsgewehren zu stoppen. Zirkusdirektorin Adriane Ortmann kündigte am Freitag an, den Mitarbeiter der Feuerwehr auf Schadensersatz zu verklagen.

Anzeige

Lesen Sie auch: Entlaufenes Zebra erschossen: Jetzt erhebt der Besitzer schwere Vorwürfe

RND/seb