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Verstoß gegen Maskenpflicht: Lufthansa-Pilot schickt Familie mit zweijährigem Kind aus dem Flugzeug

  • In Frankfurt wird eine Familie aus einem Flugzeug der Lufthansa verwiesen.
  • Der Grund: Der Pilot beharrt auf Einhaltung der Maskenpflicht – auch für den zweijährigen Sohn der Familie.
  • Als dieser sich weigert, eine Maske zu tragen, wirft der Pilot die Familie aus der Maschine.
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Frankfurt am Main. Am Frankfurter Flughafen konnte eine Familie am Montag nicht ihren geplanten Rückflug in die USA antreten. Die Fluggesellschaft Lufthansa hatte auf Einhaltung der Maskenpflicht im Flugzeug bestanden – auch für den zweijährigen Sohn der dreiköpfigen Familie. Als dieser sich jedoch weigerte, eine Maske zu tragen, wurde die Familie vom Piloten aus der Maschine gebeten, berichtet die „Bild“.

Familienvater: „Ich war schockiert“

Die Familie sei auf der Rückreise von einem Besuch in Bosnien gewesen und habe über Frankfurt zurück nach Dallas fliegen wollen, heißt es in dem Bericht. Wie ein Sprecher der Lufthansa gegenüber der „Bild“ bestätigte, habe sich das Kind bereits beim Einstieg geweigert, eine Maske aufzusetzen. Ein Mitarbeiter des Flugpersonals habe die Familie daraufhin zum Piloten gebracht, erzählte der Vater wiederum der Zeitung: „Der hat versucht, meinen Sohn Yakob von dem Mundschutz zu überzeugen. Aber es klappte nicht.“ Der Kapitän habe schließlich „den gesetzlichen Vorgaben folgend“ beschlossen, die Familie nicht zu befördern, so der Lufthansa-Sprecher gegenüber dem Blatt.

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„Daraufhin hat uns ein uniformierter Mann aus dem Flugzeug hinausbegleitet“, berichtet der Familienvater. „Ich war schockiert, wie von einer Kugel getroffen.“ Die Lufthansa habe sich nach Angaben der „Bild“ bereits zu dem Vorfall geäußert und auf die Vorschriften der US-amerikanischen Transportsicherheits­behörde (TSA) verwiesen. Tatsächlich sieht eine Verordnung der TSA das Tragen einer Maske für alle Kinder ab zwei Jahren während des Fluges vor.

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Die Familie habe anschließend den Flug umbuchen müssen und sei mit einer United-Airlines-Maschine zurück in die Heimat geflogen. Yakob habe auf keinem der drei folgenden Flüge eine Maske tragen müssen, sagte der Vater laut „Bild“.

RND/al

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