Vermisstenfahndung nach Mutter und Sohn (8) eingestellt

  • Vor zwei Wochen verschwand eine 41-Jährige Mutter mit ihrem achtjährigen Sohn in Brunsbüttel.
  • Die Ermittlungen deuteten auf ein vorsätzliches Verschwinden hin.
  • Jetzt wurde die öffentliche Suche nach der Frau und ihrem Kind eingestellt.
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Brunsbüttel. Im Fall der verschwundenen 41 Jahre alten Frau und ihrem achtjährigen Sohn aus Schleswig-Holstein wurde jetzt die Fahndung eingestellt. Das teilte die Polizei Itzehoe am Montag mit. Die Mutter war mit ihrem Sohn vor zwei Wochen in der Nähe des Elbdeiches verschwunden und wurde seitdem vermisst. Vergangene Woche meldete sich die 41-Jährige telefonisch bei ihrer Nichte.

Tochter der 41-jährigen hatte Polizei alarmiert

Die Mutter war laut ihrer 19-jährigen Tochter Mitte Oktober mit ihrem Sohn über den Elbdeich Richtung Wasser gegangen. Zuvor hatte sie angekündigt, Suizid zu begehen. Die Tochter veranlasste daraufhin eine große Suchaktion von Polizei und Feuerwehr im Watt Schleswig-Holsteins, welche jedoch erfolglos blieb.

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Frau vermutlich wegen Haftstrafe verschwunden

Die Ermittlungen deuteten daraufhin immer mehr auf ein geplantes Verschwinden der Frau hin. Laut einem Zeugen hat die 41-Jährige angekündigt, eine Haftstrafe wegen mehrerer Betrugsdelikte nicht antreten und ihr Lebensumfeld verlassen zu wollen. Sie habe außerdem verschiedenen Hausrat und ihr Auto verkauft, teilte die Polizei mit. Zudem habe die Frau, laut Polizeiangaben, zuvor ihr Konto und das ihres Sohnes leergeräumt und am Tag des Verschwindens ihre vollständigen Ausweispapiere bei sich getragen.

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Polizei verständigte Interpol

Der Zeuge teilte der Polizei außerdem mit, dass die verschwundene Mutter Familienangehörige in Spanien habe besuchen wollen. Internationale Ermittlungen ergaben jedoch, dass die Frau keine Verwandten in Spanien besitzt. Eine Woche nachdem die Mutter und ihr Sohn als vermisst gemeldet wurden, telefonierte die 41-Jährige mit ihrer Nichte. Wie die Polizei mitteilte, habe die Frau sich bei ihrer Nichte über den Stand der polizeilichen Ermittlungen informiert und keine Angaben zu ihrem Aufenthaltsort gemacht. Auch die Nummer sei unterdrückt gewesen, weshalb vieles auf ein vorsätzliches Absetzen der Mutter hindeutete.

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Öffentliche Fahndung eingestellt

Eigentlich hätte die 41-Jährige einen Tag nach ihrem mutmaßlichen Abtauchen am 13. Oktober wegen mehrerer Betrugsdelikte eine Haftstrafe von einem Jahr und sechs Monaten antreten müssen, teilte die Polizei mit. Erst wenn die Staatsanwaltschaft Hanau einen Haftbefehl für die Frau erlässt, würde die Ermittlung fortgesetzt werden, teilte die Polizei Itzehoe mit. "Die Suche wird dann durch ein Fahndungskommissariat fortgeführt. Eine öffentliche Fahndung wird aufgrund mangelnder Deliktsschwere nicht erfolgen."

Haben Sie Suizidgedanken? Dann wenden Sie sich bitte an folgende Rufnummern:

Telefon-Hotline (kostenfrei, 24 h), auch Auskunft über lokale Hilfsdienste:

0800 - 111 0 111 (ev.)

0800 - 111 0 222 (rk.)

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0800 - 111 0 333 (für Kinder/Jugendliche)

E-Mail: unter www.telefonseelsorge.de

RND/al

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