Verletzte Frau wartet stundenlang auf Rettungsdienst – und stirbt

  • In Wales stürzt eine Frau und bricht sich den Fuß.
  • Weil sie mehrere Stunden in der Kälte auf die Sanitäter wartet, stirbt sie später im Krankenhaus.
  • Wie konnte das passieren?
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Aberdare. Eine 47-jährige Frau ist vor ihrem Haus in Cwmaman im Süden von Wales gestürzt und hat sich dabei den Fuß gebrochen. Sie lag rund sechs Stunden auf dem kalten Bürgersteig, bis die Rettungssanitäter eintrafen, berichtet der „Guardian“. Nachbarn und Verwandte hatten versucht, die 47-Jährige mithilfe von Decken und Mänteln warm zu halten. Später starb sie im Krankenhaus an einem Herzstillstand.

Wie konnte das passieren?

Der walisische Rettungsdienst räumte ein, dass der Einsatz zu lange gedauert habe, und ermittelte die Ursachen. Dabei kam heraus, dass eine höhere Anzahl von Anrufen mit hoher Priorität und Verzögerungen bei der Übergabe von Verletzten an die Krankenhäuser schuld an der langen Wartezeit waren.

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Der Vater der Gestorbenen ist schockiert. „Es gab nichts, was wir hätten tun können, weil sie einen schlimmen Bruch hatte und wir sie nicht vom Bürgersteig bewegen konnten“, sagte er dem „Guardian“. „Ich kann immer noch nicht glauben, dass sie von uns gegangen ist. Wir haben hier jetzt eine Elfjährige, die ohne Mutter dasteht“, so der 74-Jährige weiter. Die Frau war auf dem Weg zu einem Arzttermin, als das Unglück passierte.

Der Geschäftsführer des walisischen Rettungsdienstes zeigte sich betroffen: „Wir waren zutiefst erschüttert, als wir von dem Tod hörten, und richten unser aufrichtiges Beileid an ihre Familie.“ Der Rettungsdienst existiere, um sich um Menschen zu kümmern, und die Mitarbeiter seien in solchen Fällen genauso frustriert und erschüttert wie die Angehörigen.

RND/lth

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