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Verkehrsbetriebe in Nürnberg, München und Berlin verzichten auf Begriff „Schwarzfahren“

  • Im Öffentlichen Nahverkehr der Großstädte Nürnberg, München und Berlin wird der Begriff „Schwarzfahren“ nicht mehr genutzt.
  • Die letzten Kampagnen aus Berlin und München, die das Wort beinhalteten, sind schon rund fünf Jahre her.
  • Die Herkunft des Begriffes „Schwarzfahren“ dürfte aber auch nichts mit der Hautfarbe von Menschen zu tun haben.
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München/Nürnberg/Berlin. In den Städten München, Nürnberg und Berlin wird von den Anbietern des Öffentlichen Nahverkehrs auf den Begriff „Schwarzfahren“ verzichtet. Dies sei bereits seit Jahren so, hieß es beispielsweise von den Verkehrsbetrieben der beiden größten bayerischen Städte. „Plakate mit dem Begriff „Schwarzfahren“ verwendet die MVG schon seit einigen Jahren nicht mehr“, hieß es aus München. „Das wurde schon 2016/2017 im Zuge zeitgemäßerer Kommunikation geändert“, so Pressesprecher Johannes Boos zum RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). In Nürnberg werde der Begriff „Fahren ohne gültigen Fahrausweis“ verwendet, sagte eine Sprecherin am Freitag.

Die „Bild“-Zeitung hatte darüber berichtet, dass mehrere deutsche Großstädte auf den Begriff verzichten, um möglichen Vorwürfen zu entgehen, es werde rassistische Sprache verwendet. Allerdings dürfte die Herkunft des Begriffes „Schwarzfahren“ nichts mit der Hautfarbe von Menschen zu tun haben. Das betonen auch Boos vom MVG und die Pressesprecherin der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Petra Nelken, gegenüber dem RND.

„Schwarzfahren“ war in Berlin nie offizieller Begriff

Letzter sagte am Freitag, der Begriff „Schwarzfahren“ werde - mit Ausnahme einer satirischen Werbekampagne vor einigen Jahren - auch in der Hauptstadt nicht verwendet. Auch hier heiße es stattdessen Fahren ohne gültigen Fahrausweis oder eben, dass man einen gültigen Fahrausweis brauche. Berlin hatte auch im September 2020 ein „Diversity-Landesprogramm“ vorgestellt, in dem die Verwaltung grundsätzlich aufgefordert wird, sensibel mit Sprache umzugehen. Darin werde auch explizit genannt, dass der Begriff „Schwarzfahren“ zu vermeiden sei, so Nelken. Allerdings hätten die BVG diesen offiziell sowieso nie genutzt.

RND/hsc/dpa

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