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Vergewaltigungsvorwürfe: Youtuber Yo Oli äußert sich erstmals zum Fall

  • Wegen eines Sexualdelikts ist der Youtuber Yo Oli zu einer achtmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden.
  • Jetzt äußert sich der 25-Jährige erstmals selbst zum Fall.
  • Unter anderem kündigt er an, gegen falsche Gerüchte vorgehen zu wollen.
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Berlin. Dieser Fall hat für Entsetzen gesorgt: Ein Youtuber soll gleich mehrere minderjährige Mädchen in seinem Auto sexuell missbraucht und körperlich misshandelt haben – dabei soll er seine Bekanntheit gezielt ausgenutzt haben. Später stellt sich heraus: Ganz so ist es offenbar nicht gewesen – die meisten Anklagepunkte gegen den 25-Jährigen werden vor Gericht fallen gelassen. Der Youtuber erhält eine Bewährungsstrafe von acht Monaten.

Jetzt spricht der umstrittene Youtuber Yo Oli erstmals selbst über den Fall. Auf Instagram veröffentlichte er ein Video, in dem er auch Fehler einräumt.

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Laut Berliner Landgericht hatte der 25-Jährige die Unreife einer 13-jährigen Schülerin ausgenutzt und in Kenntnis ihres Alters einvernehmliche sexuelle Handlungen vorgenommen. Der Youtuber bestreitet den Vorwurf nicht, will aber dennoch Widerspruch gegen das Urteil einlegen.

Geschichte „falsch und gelogen“

„Das Mädchen war erst 13 Jahre alt, sie hatte mir gesagt, dass sie 15 ist“, erklärt er sein Handeln. Das habe er nicht gewusst. „Auf mich hat sie den Eindruck gemacht, dass sie sich ganz genau aussuchen kann, mit wem sie schlafen will. Wir hatten mehrere Monate Kontakt. Sie hat mir von vornherein sexuell aufreizende Dinge geschrieben und gesagt. Das mit dem Sex war abgesprochen. Sie hat deutlich gemacht, dass sie das will.“

Aus diesem Grund wolle der Youtuber gegen das Urteil angehen. Das Gericht hatte argumentiert, das Mädchen habe „keine Fähigkeit zur sexuellen Selbstbestimmung“ besessen.

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Auch gegen die Vorwürfe der Vergewaltigung wehrt sich der Youtuber entschieden: „Ich würde niemals eine Frau zu sexuellen Handlungen zwingen“, sagt er. Die ganze Geschichte sei falsch und gelogen. In Zukunft wolle sich Yo Oli nur noch mit erwachsenen Frauen einlassen.

Yo Oli will gegen Hater vorgehen

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Der Youtuber hatte sechs Monate in Untersuchungshaft gesessen, fünf davon, weil er gegen Auflagen verstoßen hatte. Schon zuvor galt Yo Oli in der Youtube-Szene als äußerst umstritten. Bekannt geworden war der 25-Jährige mit sogenannten Kissing-Pranks, bei dem junge Mädchen den Youtuber küssen sollten. Diese Videos bereut der 25-Jährige heute, erklärt er: Er habe damals „polarisieren“ wollen.

Im Gefängnis habe er sich zum ersten Mal mit der Kritik auseinandergesetzt. Nun bittet er seine Follwer um eine „zweite Chance“. Er wolle in Zukunft „den geraden Weg“ gehen – auch wenn, wie er selbst zugibt, seine Besinnung spät kam.

Allerdings kündigt der Youtuber auch an, gegen seine Hater im Netz vorgehen zu wollen. In den sozialen Netzwerken seien viele Fake-Storys über ihn verbreitet worden, behauptet Yo Oli. Als „Person des öffentlichen Lebens“ sei es seine Pflicht, in Zukunft jeden anzuzeigen, der Falschmeldungen über ihn verbreitet.

RND/msc