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Verdächtiger im Fall Maddie: Keine Konsequenzen für Gerichtsrandale

  • Das Verfahren wegen Sachbeschädigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, das gegen den Mordverdächtigen im Fall Maddie eingeleitet wurde, ist eingestellt worden.
  • Dem 44-Jährigen war nach einem eskalierten Anhörungstermin im November unter anderem vorgeworfen worden, eine Toilette verstopft, Joghurt an Wänden verschmiert und sich Bediensteten widersetzt zu haben.
  • Die mögliche Strafe im Fall einer Verurteilung würde gegenüber den sieben Jahren Gefängnis wegen Vergewaltigung nicht ins Gewicht gefallen, hieß es zur Begründung.
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Braunschweig. Eine Auseinandersetzung im Braunschweiger Landgericht hat für den Mordverdächtigen im Fall Maddie keine weiteren juristischen Folgen. Das Verfahren wegen Sachbeschädigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sei eingestellt worden, sagte Staatsanwalt Hans Christian Wolters am Freitag. Dem 44-Jährigen war nach einem eskalierten Anhörungstermin im November unter anderem vorgeworfen worden, eine Toilette verstopft, Joghurt an Wänden verschmiert und sich Bediensteten widersetzt zu haben.

Darüber, dass die Randale keine juristischen Konsequenzen haben, hatte zunächst die „Braunschweiger Zeitung“ berichtet. Die mögliche Strafe im Fall einer Verurteilung würde gegenüber den sieben Jahren Gefängnis wegen Vergewaltigung nicht ins Gewicht gefallen, hieß es zur Begründung. Beim Anlegen von Fußfesseln vor der Anhörung hatte sich der Verdächtige Verletzungen an den Rippen zugezogen und war kurzfristig in einem Krankenhaus behandelt worden. Der Beschuldigte selbst stellte Strafanzeige wegen Körperverletzung. Dazu wird noch ermittelt.

Der 44-jährige Deutsche steht seit vergangenem Juni im Fokus der Ermittlungen zum Fall Maddie. Das dreijährige Madeleine McCann war am 3. Mai 2007 aus einer Appartementanlage im portugiesischen Praia da Luz verschwunden. Aktuell sitzt der Mordverdächtige in einem niedersächsischen Gefängnis eine mehrjährige Haftstrafe wegen einer Vergewaltigung ab.

RND/dpa

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