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Flucht vor Waldbränden in Kalifornien: Puma beobachtet spielende Kinder

  • Ein Berglöwe, der offenbar vor den verheerenden Waldbränden in Kalifornien geflüchtet ist, ist in eine menschliche Siedlung vorgedrungen.
  • Das Tier sei dabei gefilmt worden, wie es spielende Kinder beobachtete.
  • Tierschützer mahnen Anwohner, bei einer Sichtung nicht in Panik zu verfallen.
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San Francisco. In Kalifornien müssen wilde Tiere aufgrund der verheerenden Waldbrände zunehmend in menschliche Siedlungen flüchten. In Pacifica bei San Francisco hat nun ein Mann einen Puma dabei gefilmt, wie dieser zwei Kinder, die mit ihren Fahrrädern auf der Straße spielten, beobachtet hat. “Ich dachte erst, das sei der Hund von irgendjemandem”, sagt Timothy Kerrisk im Interview mit NBC Bay Area. Als er realisiert habe, dass in seiner Einfahrt ein Puma sitzt, habe er die Kinder laut gewarnt.

Die Raubkatze sei dann von der Einfahrt seines Grundstücks über einen Zaun auf die Straße gesprungen und habe sich unter einem Truck versteckt, ehe sie abgehauen sei. “Ich hatte Panik. Ich hatte wirklich Angst um die Kinder, das war Adrenalin pur. Ich habe den Puma wie eine normale Katze verscheucht”, so der Anwohner. “Ich liebe Berglöwen. Sie sind wunderschön. Aber es ist ein kleiner Unterschied, wenn sie plötzlich in deinem Vorgarten stehen.”

Pumas haben ihren Lebensraum durch die Waldbrände in Kalifornien verloren

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Ein weiterer Nachbar, Andreqw Mooney, bezeichnete die Nähe des Tieres zu den Kindern als intensiv und beängstigend. “Sie waren nicht einmal zwanzig Meter von einer so großen Katze entfernt. Ich habe hier schon eine Menge Wildtiere gesehen, aber noch nie so nahe”, sagte er dem Fernsehsender. Aufnahmen seiner Überwachungskamera zeigen die Nähe.

Die Tierschutzorganisation Bay Area Puma Project hat das Tier – genau wie weitere Artgenossen – längst auf dem Schirm. Sie tracken den genannten Puma, der als “Menschenbeobachter” gilt. Die Raubkatze werde sich wohl auch künftig aufgrund des Verlustes ihres Lebensraums durch die Waldbrände weiter in den Siedlungen herumtreiben, heißt es dort. “Aber es gibt bisher nichts Ungewöhnliches, Beängstigendes oder Bedrohliches an ihrem Verhalten”, so Zara McDonald von der Organisation.

RND/msk


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