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„Red Flag“-Warnung: Brände im Westen Nordamerikas gehen weiter

  • Früher Start der Waldbrandsaison:
  • Bei anhaltender Trockenheit und Sommerhitze brennt es im Westen Nordamerikas an vielen Stellen.
  • In Kanada steht auch das Militär zur Unterstützung bereit.
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Vancouver/Sacramento. Wegen hoher Feuergefahr haben die Behörden für den Norden Kaliforniens eine „Red Flag“-Warnung herausgegeben. Auch Trockengewitter mit Blitzschlägen könnten die Lage verschärfen, hieß es am Samstag. Begünstigt durch starke Winde und Trockenheit haben bereits mehrere Brände in der Region schwere Schäden angerichtet. Das sogenannte „Salt“-Feuer hat nach Angaben der Forstbehörde bis Samstag mehr als zwei Dutzend Häuser zerstört. Allein an dieser Feuerfront kämpften über 500 Feuerwehrleute, um eine weitere Ausbreitung der Flammen zu verhindern.

Das durch einen Blitzschlag ausgelöste „Lava“-Feuer nördlich der Ortschaft Weed hat sich auf eine Fläche von knapp 100 Quadratkilometern ausgebreitet, ein Übergreifen der Flammen auf Siedlungen konnte bisher aber verhindert werden. Tausende Menschen mussten vorsichtshalber zeitweise ihre Häuser verlassen.

Die Extremhitze im Westen Kanadas hat nachgelassen, doch anhaltende Trockenheit und weiterhin hohe Temperaturen begünstigten auch dort viele Waldbrände. Allein in der Provinz British Columbia listeten die Behörden am Sonntag 173 Feuer auf. Am schlimmsten hatte es dort die kleine Ortschaft Lytton getroffen, die durch ein schnell um sich greifendes Feuer fast komplett zerstört worden war. Unmittelbar zuvor war dort eine Rekordtemperatur von 49,6 Grad Celsius gemessen worden.

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Kanada: Blitzeinschläge entfachen Waldbrände
1:26 min
Verstärkter Blitzeinschlag im Westen Kanadas hat in den vergangenen zwei Tagen für zahlreiche Waldbrände gesorgt.  © Reuters

Mehr als 1000 Menschen hatten in der Nacht zum Donnerstag in aller Eile flüchten müssen. Die Behörden bestätigten am Wochenende frühere Berichte von Angehörigen, dass in Lytton zwei Menschen ums Leben gekommen sind. Zunächst war es zu gefährlich gewesen, auch wegen giftiger Gase und Rauch, Ermittler an den Ort der Feuerkatastrophe zu schicken. Doch am Samstagabend (Ortszeit) konnten sich Mitarbeiter erstmals dort umsehen, wie kanadische Medien berichteten.

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Das Militär in Kanada ist wegen der Waldbrandgefahr in Alarmbereitschaft. Das Verteidigungsministerium wollte eine Eingreiftruppe von 350 Soldaten sowie ein Transportflugzeug und zwei Hubschrauber vom Typ Chinook auf einem Stützpunkt in Edmonton (Provinz Alberta) stationieren, um die Einsätze der Feuerwehr bei Bedarf zu unterstützen.

RND/dpa

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