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Polizist behauptet, angeschossen worden zu sein – doch er ist selbst der Schütze

  • Ein 25-jähriger Polizist wird während eines Einsatzes angeschossen.
  • Nach Untersuchungen stellt sich heraus: Der Schuss kam aus seiner eigenen Waffe.
  • Nun wird gegen den Mann wegen seiner falschen Aussage ermittelt.
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Im US-amerikanischen Bundesstaat Louisiana wurde am Dienstag ein 25-jähriger Polizist verhaftet. Wie CNN berichtet, hatte er behauptet, während eines Einsatzes angeschossen worden zu sein. Nun kam heraus: Er hatte sich selbst verwundet. Der zuständige Polizeichef des Städtchens Pineville, Darrell B. Basco, erklärt, dass der Polizist John Michael Goulart am vergangenen Sonntag Schicht hatte. Kurz vor Mitternacht soll Goulart den Kollegen mitgeteilt haben, dass er angeschossen wurde. Er kam ins örtliche Krankenhaus, welches der junge Polizist aber auch bald wieder verlassen konnte.

Wie der Polizeichef den Medien mitteilte, sind während des Einsatzes von Goulart zwei Schüsse gefallen. Eine Kugel sei in der Tür des Polizeiautos gelandet, die andere in Goularts Bein. Was allerdings bei den Ermittlungen auffiel: Goularts Behauptung, angeschossen worden zu sein, war so nicht ganz korrekt. “Die Untersuchungen führten zu dem Schluss, dass der Polizist sich selbst angeschossen hat und die Fakten verschwiegen und verändert hat”, so Bosco. Es weise alles auf eine versehentliche Entladung der Pistole hin.

Klage wegen Amtsvergehen

Wegen seiner falschen Aussagen muss sich der junge Polizist nun verantworten. Er wurde wegen Sachbeschädigung und Vergehen im Amt angeklagt, nachdem er fälschlicherweise behauptete, angeschossen worden zu sein. Einem Gefängnisaufenthalt konnte er jedoch entgehen: Weil Goulart die Kaution von 10.500 US-Dollar zahlen konnte, befindet er sich derzeit auf freiem Fuß.

RND/vag


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