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  • USA: Kreisverkehr in Kentucky irritiert Autofahrer – Spott im Netz

Kentuckys erster Kreisverkehr irritiert Autofahrer – das lief nicht so rund

  • Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.
  • Ein Video ist derzeit der Hit, das zeigt, wie der erste Kreisverkehr in Nordost-Kentucky die dortigen Autofahrer zutiefst irritiert.
  • Sie suchen sich ihre Fahrspur spontan aus – mit nicht ganz ungefährlichen Folgen.
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Frankreich hat um die 30.000 Kreisverkehre, Großbritannien um die 25.000, im ländlichen Nordosten Kentuckys gibt es seit neuestem auch einen. Den einzigen. Und der hat es offenbar in sich für die Bewohner aus der Gegend des Städtchens Morehead (siebeneinhalbtausend Seelen). Kurz bevor es für die motorisierten Verkehrsteilnehmer nämlich in die Rotunde geht, werden Fahrbahn und Gegenfahrbahn voneinander getrennt.

Die davon offenbar komplett verwirrten Fahrer scheinen sich nun aber auszusuchen, welche Bahn ihnen lieber ist. Und so wird an jeder Kreisverkehreinfahrt wahlweise nach rechts oder links abgebogen. Merke: Der kürzeste Weg zum Blechschaden ist immer noch der in den Gegenverkehr.

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Spott in sozialen Medien

Ein aus der Luft aufgenommenes Video, das es bei Youtube inzwischen auf mehr als eine Million Aufrufe brachte, zeigt zu Slapstick-Klavierklängen irritierte Fahrzeuglenker, die zuweilen um Haaresbreite Unfällen entgehen. Wer sich dumm anstellt, braucht für den Spott nicht zu sorgen – ein Kommentar bei Youtube lautet: „Indem ich mir das ansah, dämmerte mir, warum amerikanische Führerscheine in den meisten Ländern außerhalb der USA nicht akzeptiert werden.“

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Ein anderer juxt: „Amerikaner – wir sind zum Mond geflogen!“ und ein Dritter: „Wow! Ich hab keine Witze gemacht, als ich meinen Freunden sagte, sie würden sterben, würden sie es je wagen, auf europäischen Straßen zu fahren.“

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Kreisverkehr sollte Verkehrschaos beseitigen

Eigentlich war der Kreisverkehr dazu gedacht, das Chaos an der ursprünglichen Kreuzung zu entschärfen, die Unfälle unter den täglich 4000 hier passierenden Fahrzeugen zu verringern. Eine Einwohnerin, so berichtet „Newsweek“, habe auf der Facebook-Seite des Highway District 9 vermerkt: „Dies hier ist noch jenseits eines blöden Plans und eine Verschwendung von Steuergeldern, wenn doch alles, was man bräuchte, ein Satz Verkehrsampeln ist.“ Besser also Lichter, damit’s rund läuft. Oder: Eine Kreuzung ist eine Kreuzung ist eine Kreuzung.

Rückgebaut wird natürlich nicht, der Fortschritt ist auch in Kentucky nicht aufzuhalten. Inzwischen, so ist zu hören, haben die meisten Verkehrsteilnehmer die Quadratur des Kentucky-Kreises verstanden.

RND/big

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